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BVC vor ultimativem Endspiel gegen Hildesheim

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Fußball-Regionalliga:
BVC vor ultimativem Endspiel gegen Hildesheim

Cloppenburg Am Ende des Freitagsausflugs nach Hamburg zählte nur das nackte Ergebnis. Und das fiel aus Sicht des Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg geradezu ernüchternd aus. Denn die Mannschaft von Trainer Steffen Bury verlor im altehrwürdigen Victoria-Stadion Hoheluft das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen die damit fast schon gerettete Zweitvertretung des FC St. Pauli mit 0:1 (die NWZ  berichtete).

Zehn Cloppenburger verpassen in Schlussphase mehrfach möglichen Ausgleich

FC St. Pauli II - BV Cloppenburg 1:0 (0:0)

BV Cloppenburg Bangma (2,0) - Düker (4,5), Willen (3,0), Niemeyer (-), Olthoff (4,0, 78. Assinouko) - Köster (2,5), Baloki (4,5, 61. Bentka), Thomes (3,0), Jelisic (4,0) - Faqiryar (4,5), Steffen (4,0, 70. Blömer)

Tor 1:0 Empen (63.).

Personal/Taktik Der BVC gegenüber dem 3:0 gegen Havelse mit Rechtsverteidiger Christian Düker anstelle des gelb-gesperrten Tim-Pascal Wohlfahrt und Flodyn Baloki für den verletzten Jan Blazek. Für den Tschechen rückte Tobias Steffen im „4-4-2“ vor in den Angriff. St. Pauli II nach dem 1:3 in Wolfsburg mit drei Änderungen im klassischen „4-4-2“.

Ecken 10:2.

Chancen 7:4.

Fazit Der BVC lief in den ersten 25 Minuten nur hinterher und hatte Glück, nicht früh entscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Nach Rot für David Niemeyer wurde mehr gerackert. St. Paulis Führung fiel ziemlich überraschend. Am Ende drückte der alles riskierende BVC, ließ seine Groß-Chancen aber kläglich aus.

Spieler des Spiels Yannick Deichmann – St. Paulis zweitligaerprobter Kapitän – Sohn von NDR-Reporter Hendrik Deichmann – zog die Strippen in der Zentrale. Viele starke Offensiv-Pässe, gute Übersicht.

Schiedsrichter Julian Lüddecke (Wolfenbüttel): Probleme in der Zweikampfbewertung, dennoch insgesamt solide. Die frühe rote Karte gegen BVC-Verteidiger David Niemeyer ging in Ordnung. Note: 3,0.

Zuschauer 152. Nächstes Spiel An diesem Sonnabend, 14 Uhr, zu Hause gegen Borussia Hildesheim.

Auch wenn er nach außen hin gefasst wirkte, war Bury innen drin ein brodelnder, kurz vor dem Ausbruch stehender Vulkan. Während des Spiels malträtierte der A-Lizenzinhaber mehrfach eine Wasserflasche. „Bei uns war jedem klar, dass wir auf keinen Fall verlieren dürfen. Die ersten 20 Minuten haben wir dennoch völlig verschlafen. Trotz der frühen roten Karte gegen David Niemeyer haben wir dann kaum noch etwas zugelassen und hatten später sogar die besseren Chancen“, analysierte der gefrustete Übungsleiter.

Doch – wie schon allzu oft in der laufenden Serie – brachten die Cloppenburger das Spielobjekt nicht im gegnerischen Netz unter, obwohl „Pauli“ in der Schlussphase ins Wackeln geriet. Derweil gab’s beim BVC, dessen 3:0-Heimerfolg gegen Havelse sich als Eintagsfliege entpuppte, trotz allem zwei Gewinner.

Erst im Winter verpflichtet, avancierte Keeper Diederik Bangma zum besten BVCer. Ohne die Paraden des Niederländers hätten die Soestestädter schon zur Pause die Heimreise antreten können. Der 25-Jährige könnte sich zur neuen Nummer eins aufgeschwungen haben, zumal sich der bisherige Stammfänger Christian Meyer im Abschlusstraining mit Bury nach NWZ -Informationen einen heftigen verbalen Disput geliefert hatte. Zudem sorgte der 20 Minuten vor Schluss eingewechselte Youngster Lennart Blömer über die rechte Flanke für viel frischen Wind. Vor allem gelang es dem gebürtigen Löninger, anders als vielen Mitspielern, Bälle vorne festzumachen und Standards zu erzwingen.

Zurück zur dramatischen Tabellensituation: Da Hildesheim am Sonnabend mit einigem Dusel einen 0:1-Pausenrückstand in Lüneburg noch in einen 3:1-Erfolg umwandelte, wuchs der Rückstand der Cloppenburger auf den Drittletzten des Tableaus auf immerhin schon fünf Punkte an. Eine echte Hypothek. Damit ist klar. Das bevorstehende Heimspiel gegen eben die Domstädter wird an diesem Sonnabend (14 Uhr) für die Cloppenburger zum ultimativen Endspiel im Abstiegskampf. Bleibt zu hoffen, dass die Fußball-Fans aus der Stadt und umzu dem BVC dann endlich einmal für 90 Minuten den Rücken stärken.

Da Niemeyer nach seiner roten Karte vom Sportgericht für zwei bis drei Partien auf Eis gelegt werden dürfte, muss Bury vor dem Schicksalsspiel gegen den Aufsteiger seine Defensivkette abermals umbauen. Vermutlich wird wie schon am Freitagabend in Unterzahl Gerrit Thomes einrücken. Vorne ruhen Burys Hoffnungen darauf, dass der gegen „Pauli“ verletzt unter den Zuschauern weilende Tscheche Jan Blazek wieder mitmischen kann.

Die Nachhol-Heimpartie gegen Hildesheim ist für die Soestekicker der Auftakt zu einer Serie von drei Heimspielen. Alle sind Kellerduelle. Am Dienstag nach Ostern kommt der Viertletzte Hamburger SV II und am Sonntag drauf der Zwölfte BSV Rehden an die Friesoyther Straße.

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