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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Ärger um knappe Umsteigezeit

04.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-04T05:24:56Z 280 158

Verkehr:
Ärger um knappe Umsteigezeit

Barßel/Strücklingen Mehrere Male in der Woche fuhr eine Frau aus Strücklingen mit den Buslinien S90 und 380 von Strücklingen nach Barßel und mit dem letztmöglichen Bus wieder zurück – mit der S90 bis zum Busbahnhof in Barßel und von dort aus mit der 380 ein paar Haltestellen in Barßel weiter. Seinerzeit wurden die beiden Buslinien noch vom gleichen Unternehmen betrieben. Doch seit dies nicht mehr so ist, kommt es in Barßel zu Problemen beim Umsteigen.

Seit dem 1. August 2016 betreibt nach einer Ausschreibung Weser-Ems-Bus den Soeste-Sprinter (S90), der von Cloppenburg nach Barßel und umgekehrt fährt, und die Firma Bruns Omnibusverkehr GmbH im Auftrag des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) die Linie 380. Diese fährt von Oldenburg bis zum Busbahnhof in Barßel und zurück.

Das Problem dabei: Am Busbahnhof haben Passagiere kaum Zeit, von der 380 in die S90 in Richtung Cloppenburg umzusteigen. So kommt zum Beispiel werktags die Linie 380 um 10.40 Uhr in Barßel an. Die S90 in Richtung Cloppenburg fährt um 10.45 Uhr am Busbahnhof ab. So bleiben nur fünf Minuten Zeit zum Umsteigen. Wenn dann auch noch die Linie 380 Verspätung hat, wird es richtig problematisch. Denn nach 8.45 Uhr fährt die S90 in Richtung Cloppenburg nur noch alle zwei Stunden.

So kam auch die Frau aus Strücklingen mehrere Male nicht weiter. Dieses Problem trug sie an den – damals noch alten – Seniorenbeirat Saterland heran. Dieser wiederum machte dem Landkreis Cloppenburg im Rahmen einer Umfrage zur Zufriedenheit mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) unter anderem den Vorschlag, an der Schnittstelle in Barßel bei der Neuerstellung der Fahrplan-Zeiten darauf zu achten, dass es einen Puffer von bis zu zehn Minuten gibt.

Dass die Zeit zum Umsteigen knapp ist, bestätigte auch Kreissprecher Frank Beumker. „Mit beiden Unternehmen wurden mittlerweile Gespräche geführt“, sagte er auf Anfrage der NWZ. Ein Argument beider sei gewesen, dass sie ihre Fahrpläne einhalten und pünktlich losfahren müssen.

Dennoch habe ihnen der Kreis als Träger des ÖPNV mit auf den Weg gegeben, dass sie besser miteinander kooperieren und den Fahrgästen einen Umstieg am Busbahnhof ermöglichen sollen.

Der Kreissprecher teilte weiter mit, dass ein Fahrgast seit August zwei verschiedene Fahrscheine benötige, um beide Linien nutzen zu können. Teurer als vorher mit einem Fahrschein sei dies aber nicht. Im Frühjahr nun wolle der Landkreis überprüfen, ob sich die Unternehmen auch an die Absprachen mit dem Kreis halten.