Datennetz:
Breitband: Kampe kann hoffen

Firmen bekommen schnelles Internet – Später auch Privathaushalte

Der Landkreis koordiniert den Einsatz von Fördermitteln für Gewerbegebiete. Kampe steht oben auf der Liste.

Friesoythe/Kampe Schnelles Internet in Kampe? Fehlanzeige. Das kleine Dorf am Küstenkanal sowie Ikenbrügge und Ahrensdorf sind von der Datenautobahn abgehängt und bilden auf der Landkarte einen weißen Fleck. Davon betroffen sind nicht nur über 300 Privathaushalte, sondern vor allem auch viele Firmen – darunter größere Unternehmen wie Nordbeton und die Oldenburger Fleischmehlfabrik Kampe.

Eigentlich hätte sich der weiße Fleck längst auflösen sollen, denn ab 2012 bot das Wilhelmshavener Unternehmen ArcheNet eine Lösung über Funknetze an. Viele Einwohner vertrauten diesem Angebot. Doch die Firma geriet in die Insolvenz und der Traum von einem Breitbandangebot in Kampe war ausgeträumt. Nur hin und wieder senden die Antennen noch Funksignale. Telefonieren und Internetsurfen werden so zum Glücksspiel. Die CDU-Ratsherren Achim Pleis und Karl-Heinz Krone haben Ende Dezember 2015 auf das Problem hingewiesen und einen Antrag zum Breitbandausbau in Kampe an die Stadt gestellt.

Was sie da nach eigenen Angaben noch nicht wussten: Der Landkreis Cloppenburg arbeitet längst an einer Lösung. Auf der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Stadt Friesoythe am Mittwochabend im Rathaus am Stadtpark stellte Katharina Deeben, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg, das Förderprojekt für Gewerbegebiete im Kreis vor. Dabei betonte sie, dass die Gewerbegebiete in Kampe berücksichtigt werden. Über zwei Kabelverzweiger im Ort sollen die örtlichen Unternehmen mit Breitband versorgt werden. Das Konzept sieht vor, dass ein privater Anbieter Gewerbegebiete in ländlichen und für sie nicht rentablen Gegend erschließt und die Wirtschaftlichkeitslücke des Anbieters vom Landkreis geschlossen wird. In einem zweiten Schritt könnten über diese Verzweiger auch die privaten Haushalte versorgt werden, wofür die Kommune zuständig wäre. Auch könnten weitere vorhandene Verzweiger aufgerüstet oder sogar neue installiert werden. Die gesamte Maßnahme soll bis 2018 abgeschlossen sein.

Im Friesoyther Haushalt stehen für den Ausbau der Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet rund 470 000 Euro zur Verfügung, davon sind 280 000 Euro Fördergelder. Während die Kamper Gewerbegebiete ohnehin auf der Prioritätenliste des Landkreises stehen, votierten die Ausschussmitglieder auf der Sitzung am Mittwoch dafür, dass auch bei der Breitbanderschließung privater Haushalte Kampe und Umzu höchste Priorität zugesprochen bekommt.

Leserkommentare

Kommentieren Sie diesen Artikel

Über den Autor

Carsten Bickschlag

Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel.: 04491 9988 2900
Fax: 04491 9988 2909

Artikel

Mehr zu ...

Newsletter

Das Team vom NWZonline Newsletter Mittwochmittag
Jeden

Mittwochmittag

die wichtigsten Wirtschaftsmeldungen der Region.
article
01853844-cb36-11e5-89e7-b2d43e31c767
Datennetz
Breitband: Kampe kann hoffen
Der Landkreis koordiniert den Einsatz von Fördermitteln für Gewerbegebiete. Kampe steht oben auf der Liste.
http://www.nwzonline.de/cloppenburg/wirtschaft/breitband-kampe-kann-hoffen_a_6,0,3916187945.html
05.02.2016
http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2014-2016/Produktion/2016/02/05/CLOPPENBURG/FRIESOYTHE_1/Bilder/CLOPPENBURG_FRIESOYTHE_1_9769aebb-cff0-4eaa-ad47-cc1f0b016510--457x337.jpg
Wirtschaft,Datennetz
Wirtschaft

Kreis Cloppenburg

Ursache defekte Zentralverriegelung

Cloppenburg Auf die Berichterstattung „Feuerwehr befreit Kleinkind aus verschlossenem Auto“ hat am Dienstag die betroffene Mutter reagiert. Ihr elf Tage ...