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Luftfahrt:
„Fast wie auf einem Flughafen“

STAATSFORSTEN „Die Piloten sind von der neuen Landebahn begeistert“, sagt Theo Budde vom Luftsportverein (LSV) Cloppenburg auf dem Texas Airport in Staatsforsten. „Ein Gefühl, fast wie auf einem großen Flughafen.“ Davon mache ich mir selbst ein Bild: aus der Luft.

Fast 300 000 Euro hat die Sanierung der nunmehr 850 Meter langen Bahn gekostet. Auf einer Breite von 15 Metern sorgen nunmehr Kunststoff-Gitter für die notwendige Stabilität. „Hier können jetzt auch große Maschinen bis 5,7 Tonnen landen“, freut sich Budde. Bei mir tut es eine kleine Maschine, genauer: ein Hubschrauber. Sechs Passagiere nehmen Platz im Eurocopter AS – und werden schon beim Start kräftig durchgerüttelt. In Bodennähe sind die Windböen kräftig. Wenigstens regnet es gerade nicht.

Im gleichen Hubschrauber ist an diesem Tag auch Countrysänger Gunter Gabriel nach Staatsforsten eingeflogen worden. Während der Hubschrauber höher und höher steigt, kann ich noch einen Blick auf die Schirmmütze des Musikers mit der Gitarren erhaschen. Günter Pille, Organisator des Lohner Truckfestivals und Gründer des Vereins „Gebrochene Kinderherzen e.V. Lohne“, der sich für Krebskranke Kinder einsetzt, hatte Gabriel nach Cloppenburg gelockt. Auf fast allen Flughäfen habe er schon gesunden, scherzt Gabriel, nur in Staatsforsten noch nicht. Das ändert sich schnell, als Gabriel auf Wunsch „Über den Wolken“ von Reinhard May anstimmt – wenn auch nicht wirklich textsicher.

So hoch wird es wohl nicht gehen, schließlich wollen wir ja mehr sehen als schwarze Regenwolken von oben. Der Pilot schwenkt Richtung Cloppenburg, hier eine Drehung, da mal kurz in den Senkflug, dass es dem Magen ein wenig schummrig wird. Dann taucht der Flugplatz wieder unter uns auf. Die Landebahn ist vor allem durch die Mittellinien von weithin sichtbar – tatsächlich ein wenig wie auf einem Flughafen.

„98 bis 99 Prozent der Starts und Landungen können auf der befestigten Bahn erfolgen“, hatte Lothar Koopmeiners am Morgen geladenen Gästen erläutert. Sollte ein Pilot jedoch einmal nicht die Bahn treffen, gibt es auf einer Breite von 40 Metern genügend befestigte Ausrollfläche. Auch in der Länge haben die Verantwortlichen des LSV so genannte „Overruns“, also Verlängerungen der Start- und Landebahn von 60 Metern eingebaut.

Oberst Rainer Grube von der Luftlandebrigade 31 in Oldenburg – die Bundeswehr ist Besitzerin des Geländes – zeigt sich von dem Ergebnis begeistert. Für die Soldaten, die in dieser Woche wieder über Staatsforsten mit dem Fallschirm abspringen, bietet der Untergrund entgegen den ersten Planungen, nach denen die Bahn betoniert werden sollte, ein geringes Verletzungsrisiko. Der Nachteil für den Verein liegt darin, dass die Bahn sehr pflegeintensiv ist, so Theo Budde.

Der Landkreis Cloppenburg hat sich mit 24 000 Euro an der Maßnahme beteiligt, der Rest stammt aus Eigenmitteln. Fast 100 000 Euro haben die LSV-Mitglieder – derzeit 158 – gespendet.

Die Investitionen in die Anlagen gehen aber weiter: In diesem Jahr soll etwa der Parkplatz umgestaltet werden, zudem wird das Dach der Gemeinschaftshalle saniert.

Der Hubschrauber rattert an den entlang der Startbahn aufgereihten Flugzeugen des Vereins entlang. Insgesamt 28 Maschinen sind derzeit in den Hallen auf dem Texas-Airport untergebracht. Sechs Motorflugzeuge und vier Segelflieger gehören dem Verein selbst, 18 private Maschinen sind zudem dort beheimatet. Der Pilot setzt sanft auf. Und langsam beruhigt sich der Magen wieder.

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