Aktion „stillzeit“:
Öffentliches Stillen? Im Nordwesten kein Problem!

Was in Berlin derzeit für Aufruhr sorgt, scheint im Nordwesten kein Problem zu sein: Öffentliches Stillen ist zum Beispiel in Cloppenburg ausdrücklich erwünscht. Hier wurde das Projekt „StillZeit“ ins Leben gerufen. Eine Aktion, die viel Anklang findet.

CloppenburgIn Berlin hat jetzt eine junge Mutter eine Online-Petition ins Leben gerufen, um ein Gesetz zum Schutz des öffentlichen Stillens zu erwirken. Grund: Ihr war in einem Café verboten worden, ihr Kind an die Brust zu legen. Doch wie sieht es fernab der Hauptstadt eigentlich aus? Sind stillende Frauen im Landkreis Cloppenburg willkommen?

Sicher ist: In vielen Cafés, Büros und öffentlichen Einrichtungen im Landkreis sind die jungen Mütter willkommen. 40 nehmen auch extra an der Aktion „StillZeit – Kinderfreundlicher Landkreis Cloppenburg“ teil, die 2014 anlässlich der Weltstillwoche gestartet wurde. Das Ziel: die Stillfreundlichkeit im Landkreis Cloppenburg zu stärken und die Gesellschaft dazu zu bringen, das Stillen in der Öffentlichkeit als etwas ganz Alltägliches wahrzunehmen. Alle Teilnehmer weisen ihre Stillorte mit extra angefertigten Aufklebern und Plaketten aus.

„Für den Landkreis Cloppenburg als Landkreis mit der höchsten Geburtenrate der Republik ist es sehr erfreulich, dass die Aktion eine positive Resonanz gefunden hat“, stellte am Freitag Frank Beumker, Sprecher des Landkreises Cloppenburg, auf Nachfrage fest. Mittlerweile gebe es 40 stillfreundliche Orte wie Geschäfte, Behörden, Restaurants oder Cafés im Landkreis. Damit sind es bereits zehn mehr als noch vor einem Jahr.

Beim Besuch der neuen Babys und ihrer Mütter im Landkreis Cloppenburg durch die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes werde auf das Projekt hingewiesen, so Beumker. Bei den Gesprächen und sonstigen Rückmeldungen sei deutlich geworden, „dass die stillenden Mütter die Stillorte annehmen und von der Aktion begeistert sind“.

Stillorte in Cloppenburg und Südkreis

Cloppenburg: Genusscafé, Mühlenstr. 24, Boutique „Liliom“, Lange Str. 34; Marien-Apotheke, Antonius­platz 10; Sozialdienst katholischer Frauen, Bgm.-Heukamp-Str. 21; Mehrgenerationenhaus, Löninger Str. 16; Praxis Dr. Poggemann, Bgm-Winkler-Str. 19; Praxis Kulinski, Antoniusplatz 4; Rathaus, Sevelter Str. 8; Donum Vitae, Emsteker Str. 13a; Bäckerei Frerker, Obere Lange Str. u. Bahnhofstr.; Volkshochschule, Altes Stadttor 16; Familienzentrum und Diakonie, beide Friesoyther Str. 9; Kirchenbüro, Sevelter Str. 4; Niemöllers Backparadies, Emsteker Str. 82 und Kirchhofstr. 16.

Löningen: Indigus Therapiezentrum, Vehnweg 2-4; SkF-Laden, Langen Str. 26.

Lastrup: Gaststätte Knipper, Gebr.-Grimm-Str. 20; Öffentliche Versicherung Oldenburg, Vlämische Str. 28.

Cappeln: Rathaus, Am Markt 3; Bäckerei Heitmann, Kastanienstr. 2.

Emstek: Knappe, Lange Str. 18; Niemöllers Backparadies, Antoniusstr. 15.

Garrel: Rathaus, Hauptstr. 15; Praxis Rohrwick, Petersfelder Str. 16.

Lindern: Bäckerei Frerker, Lastruper Str. 17.

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Über den Autor

Anuschka Kramer

Cloppenburg
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