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Jubiläum:
Vermesser sorgten für Steuergerechtigkeit

CLOPPENBURG Am 24. Februar 1836 veröffentlichte die Großherzoglich Oldenburgische Kammer eine Bekanntmachung „betreffend die specielle Vermessung der zu dem vormals Münsterischen Landestheil gehörigen Aemtern“. Mit dieser Verfügung begann die erste systematische und vollständige Landesvermessung im Großherzogtum Oldenburg. An diesem Donnerstag feiert die Niedersächsische Vermessungs- und Katasterverwaltung für den Bereich des alten Landes Oldenburg mit der Regionaldirektion in Cloppenburg „175 Jahre Oldenburger Grundsteuerkataster“.

Nach dem Wortlaut der „Cammer-Bekanntmachung“ war „… das Bedürfnis eines vollständigen Grundcatasters zum Zweck einer richtigern Vertheilung der Grundsteuern immer fühlbarer geworden …“. Kein Wunder, denn bis dahin beruhte die Einziehung der Grundsteuern über Jahrhunderte auf den freiwilligen Angaben der Grundeigentümer über ihre Grundstücksgrößen, und dabei wurden regelmäßig erhebliche Flächen verschwiegen.

Ab 1836 sollte ein gerechtes Grundsteuerkataster auf der Grundlage einer Parzellarvermessung für die neu erworbenen Ämter Vechta und Cloppenburg angelegt werden. Nachdem sich schnell herausstellte, dass nur korrekte Flächenangaben zu einer gerechten Steuer führen konnten, wurde die Parzellarvermessung 1838 auf das ebenfalls neu erworbene Amt Wildeshausen und das gesamte Herzogtum Oldenburg ausgedehnt.

Unter Aufsicht des Obergeometers Albert Philibert Freiherr von Schrenck (1800 bis 1877) wurde ein Netz von Vermessungspunkten über das ganze Land gelegt. Daran schlossen sich Spezialvermessungen an. Bauervögte und Grundeigentümer hatten unter Androhung von Ordnungsstrafen die Kirchspiels- und Parzellengrenzen anzuzeigen. Erstmals in Deutschland wurden alle Grenzen und Gebäude mit Theodolit und Messkette auf Vermessungslinien bezogen. Maßeinheit war die Oldenburger Katasterrute (1 Rute = 2,96 Meter), Flächeneinheit das Katasterjück (1 Jück = 0, 5603 Hektar).

Die Grundsteuervermessung dauerte von 1836 bis 1855. Die Ergebnisse wurden in Parzellarhandrisse eingetragen und diese flurweise mit einem topographischen Übersichtshandriss zu Mappen zusammengefügt. Die Risse bildeten die Grundlage zur Anfertigung der Flurkarten. Es entstanden landesweit rund 3100 Flurkarten überwiegend im Maßstab 1:3000.

Abschließend folgte die amtliche Bodenschätzung für alle steuerpflichtigen Grundstücke und Gebäude. Die Ergebnisse wurden zusammen mit den Flächenangaben und den Eigentumsverhältnissen in Flurbücher und Mutterrollen eingetragen. Die neue Grund- und Gebäudesteuer wurde erstmalig für das Jahr 1866 erhoben. Aus dem ersten Jahresabschluss ergab sich für das Herzogtum eine Fläche von 537 585 Hektar mit 419 400 Parzellen. Davon waren 245 766 Hektar landwirtschaftlicher Kulturboden, 244 224 Hektar unkultivierter Boden und 31 500 Hektar Waldfläche. Der Gebäudebestand betrug 42 600.

Aus den Rissen und Katasterkarten ab 1836 entstanden flächendeckend die „Kirchspielskarten“ als Federzeichnungen und das Kartenwerk der „Topographischen Karte des Herzogtums Oldenburg“ im Maßstab 1:50 000 als Steindruck auf 14 Blättern.

Das Oldenburgische Grundsteuerkataster hat bis heute eine grundlegende Bedeutung für das amtliche Vermessungs- und Katasterwesen der Region. So werden noch immer Grenzen unter Verwendung der Urmaße von 1836 amtlich festgestellt und frühere Eigentumsverhältnisse aufgeklärt.

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