Gute Musik und ernste Worte am Prinzenpalais
CSD Nordwest Politiker-Reden beim Kulturfest – Bands und Musiker sorgen für Stimmung im Publikum
Oldenburg - Trotz viel Spaß gehört zum CSD auch ein gewisser Ernst. Banner und Schilder mit Forderungen nach der Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe oder der Aufnahme der „sexuellen Identität“ in den Gleichberechtigungs-Paragrafen des Grundgesetzes erinnerten daran. In Worte gefasst wurden diese Ziele im Anschluss an die Parade beim Kulturfest auf dem Parkplatz des Prinzenpalais.
Dass es manchmal egal ist, was man sagt, musste dabei allerdings die FDP-Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst erfahren, die allein wegen ihrer Parteizugehörigkeit ausgebuht wurde.
Einen leichteren Stand hatte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick. Er war für seine Partei-Chefin Claudia Roth eingesprungen, die ihre Teilnahme eigentlich schon im vorigen Jahr zugesagt hatte, wegen der politischen Wirrungen in Nordrhein-Westfalen aber das Versprechen nicht halten konnte.
Doch auch Schick wusste „die schwullesbische Metropole des Nordwestens“ für sich zu gewinnen. Er schickte fordernde Grüße „an die Jungs in Südafrika. Denn auch im Sport muss sich etwas ändern“. Kritisch grüßte er Polen, „wo ein offen Homophober vielleicht Präsident wird“. Doch auch in Oldenburg habe er Menschen hinter den Fenstern entdeckt, die die Toleranz gegenüber Homosexuellen noch nicht erreicht habe. „Lasst uns nach dem Feiern deshalb wieder an die politische Arbeit gehen“, forderte Schick.
Auch Bürgermeisterin Rita Schilling erinnerte an die kommenden Aufgaben. „Es ist viel erreicht worden, aber es hätte noch mehr erreicht werden können“, sagte sie, meinte aber auch, „dass Oldenburg, da bin ich sicher, kein negatives Beispiel ist.“
Auf Politik folgte Kultur: An zahlreichen Infoständen informierten Parteien, Vereine und Organisationen über ihre Arbeit. Auf der Bühne sorgten derweil verschiedene Musiker für Stimmung. Esther Filly aus Oldenburg trat ebenso auf wie die Band Zuperfly aus Hamburg. Besonders begeistert war das Publikum vom Auftritt der Gospel-Sängerin Janice Harrington.
- Die CSD-Demonstration wird erwachsen: Zum 18. Mal zieht der bunte Zug zum Christopher Street Day (CSD) am Sonnabend, 16. Juni, durch die Innenstadt, um mehr Rechte für Schwule und Lesben einzufordern. Zum ersten Mal kooperiert der Verein „Lust“ mit der Stadt und der Oldenburg Tourismus und Marketing (OTM).mehr
- Bunt, laut und skurril: Der Christopher Street Day (CSD) Nordwest an diesem Sonnabend hielt das Versprechen, die amüsanteste und verrückteste Demonstration zu sein. Im Zeichen der Regenbogen-Farben zogen tausende Lesben und Schwule durch die Innenstadt, um für ihre Rechte einzutreten.mehr
- „Homophobie tötet“, war auf einigen Schildern zu lesen. Ein schweres thematisches Gegengewicht zu der Freude, die der Christopher Street Day Nordwest eigentlich ausstrahlte. „Das unbequeme Motto ist gut gewählt“, meinte dazu Dagmar Sachse.mehr
- Christopher Street Day (CSD) in Oldenburg: Tausende Lesben und Schwule haben am Sonnabendmittag in der Innenstadt für Toleranz und gegen Diskriminierung demonstriert. Unter dem Motto ... „Homophobie tötet" startete vom Bahnhofsviertel aus ein.mehr
- Um 12 Uhr geht die Party los. Oder der Protest, ganz wie man will. Fakt ist jedenfalls, dass an diesem Sonnabend zur Mittagszeit die Parade zum Christopher Street Day sich zur Mittagszeit durch Oldenburg bewegt.mehr



