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Facebook Home in Deutschland verfügbar - Datenschützer warnen

## Wiederholung
- Am Ende des zweiten Absatzes wurden die Angaben zu Apps und Widgets präzisiert. Damit wird klargestellt, dass Widgets auf Smartphones mit Facebook Home außerhalb des Systems weiter funktionieren.

Berlin/Bielefeld (dpa/tmn) - Mit Facebook Home soll das Online-Netzwerk ein zentrales Element auf dem Smartphone werden. Jetzt startet die Android-App auch in Deutschland. Datenschützer sind skeptisch.

Facebook Home ist nun auch in Deutschland verfügbar. Die Android-App steht kostenlos bei Google Play zum Download bereit, funktioniert zurzeit aber nur auf den Smartphones One X und One X+ von HTC sowie Samsungs Galaxy-Modellen S3 und Note 2. Weitere Geräte sollen in Kürze folgen, darunter die neuen HTC- und Samsung-Flaggschiffe One und Galaxy S4. Das Smartphone HTC First, das bereits mit Facebook Home an Bord ausgeliefert wird, ist zurzeit nur in den USA verfügbar.

Datenschützer sehen das Programm kritisch: «Facebook verschafft sich damit die Position der Spinne im Netz», sagt Rena Tangens vom Bielefelder Verein Digitalcourage. Home funktioniert im Grunde wie andere sogenannte Launcher: Bei der Installation wird nicht nur eine App installiert, sondern die gesamte Oberfläche von Android geändert. Nachrichten aus dem Sozialen Netzwerk erscheinen künftig auf den Start- und Sperrbildschirmen, Chats mit Freunden sind unmittelbar aus vielen anderen Apps abrufbar. Spiele und Apps lassen sich direkt aus Facebook Home starten, Widgets funktionieren dort allerdings nicht. Der Anwender kann aber jederzeit von Home zu seiner alten Android-Oberfläche mit Apps und Widgets wechseln.

Facebook kündigte selbst an, mit dem neuen System nicht grundlegend mehr Daten sammeln zu wollen als mit der herkömmlichen mobilen App. Diese soll auch nach dem Start von Home weiter verfügbar sein. Weil der Nutzer seine Apps aber künftig auch über Home startet, kann Facebook zum Beispiel auch darüber Daten anhäufen. «Welche Daten auf einem Smartphone im Hintergrund gesammelt werden, ist ohnehin undurchsichtig», sagt Datenschützerin Tangens. «Mit Home läuft alles, was ich auf dem Smartphone mache, durch Facebook.» Nach Angaben von Facebook sollen Daten über installierte Apps nach 90 Tagen gelöscht werden.

Ebenso wie die Facebook-App sammelt Home Informationen über den Standort des Nutzers. Weil Home im Gegensatz zur App permanent aktiv ist, kommen dabei möglicherweise aber viel mehr Daten zusammen. Wer das nicht will, kann die Ortungsdienste in den Einstellungen des Smartphones deaktivieren. In den Optionen von Home können Nutzer entweder das gesamte System oder einzelne Funktionen, zum Beispiel die Einblendung von Nachrichten im Sperrbildschirm, abschalten.

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18.04.2013
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