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Sony Playstation 4 kommt früher nach Europa

Sony und Microsoft bringen ihre neuen Spielekonsolen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im November auf den Markt. Die Playstation 4 wird am 15. November in den USA erscheinen, in Europa soll sie am 29. November folgen. Das kündigte das Unternehmen am Dienstagabend zum Start der Gamescom in Köln an.

Microsoft hatte zuvor weitere Details zu seiner Xbox One angekündigt, den Markstart aber nicht näher eingegrenzt. Unscharf hieß es weiter, sie solle «im November» in den Handel kommen. Mit ihren Konsolen der neuen Generation treten die beiden Unternehmen zu Weihnachten erneut ins Rennen um die Marktführerschaft bei interaktiven Spielen.

Zur Präsentation auf der Gamescom legte Sony wie sein Rivale Microsoft den Schwerpunkt auf die Inhalte, Ausstattung und Leistungen waren seit der E3 in Los Angeles im Sommer bekannt. Das Unternehmen will rund 15 exklusive Spieletitel zum Verkaufsstart der neuen PS4 und kurz danach in den Handel bringen. Das sei das stärkste Spieleangebot, das es zur Einführung einer Playstation je gab, betonte Sony-Manager Mark Cerny.

Es gehe aber nicht allein um die Anzahl der verfügbaren Titel, sondern auch um die kulturelle Vielfalt, hieß es. Sony-Manager Shahid Ahmad nannte dafür als Beispiel den Titel «Rapture» des Entwicklers The Chinese Room und «Rime» von Tequila Works aus Spanien.

Mit dem am Dienstag angekündigten Starttermin bringt der japanische Konzern erstmals eine Playstation nicht zuerst im Heimatmarkt auf den Markt. In den USA hatte zuletzt die Xbox 360 von Microsoft die Nase vorn. «Nordamerika ist für Spielekonsolen ein sehr wichtiger Markt», sagte Uwe Bassendowski, Chef der Sony Computer Entertainment Deutschland, der dpa. In Japan werde die Konsole aber auch nur wenige Wochen später verfügbar sein.

Die Playstation 4 ist nach Angaben von Andrew House, Präsident und Chef von Sony Computer Entertainment, bereits eine Million Mal in 32 Ländern vorbestellt worden. «Das ist mehr als wir jemals in der Geschichte eine Playstation innerhalb einer Woche verkauft haben», sagt Bassendowski.

Microsoft hatte zunächst die Gunst seiner Fans aufs Spiel gesetzt. Mit Plänen wie einer Online-Pflicht, einer nicht deaktivierbaren Kamera und Restriktionen bei der Nutzung gebrauchter Spiele hatte das Unternehmen Fans und Datenschützer verschreckt.

Nach den Reaktionen ruderte Microsoft schließlich zurück. Microsoft sei ein Unternehmen, das auf die Meinung einer starken Fangemeinde reagieren könne, sagte Manager Oliver Kaltner. «Auf der Gamescom haben wir jetzt die große Chance, unsere Positionierung klarzumachen.» Die Messe gilt europaweit als wichtigster Branchentreffpunkt. Sie findet zum fünften Mal in Köln statt, vom 21. bis zum 25. August. Von den neuen Spielekonsolen erhoffen sich die Veranstalter wieder einen kräftigen Schub.

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