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Kommunikation:
Telefonieren mit der ganzen Welt

Kopenhagen/Berlin Mit neuen Ideen die Verhältnisse zum Tanzen bringen: Das war die Absicht des schwedischen Software-Entwicklers Niklas Zennström, als er sich im Sommer 2002 mit dem Dänen Janus Friis traf. Beide hatten mit der Musiktauschbörse Kazaa für Wirbel gesorgt und wollten nun ein neues Projekt auf die Beine stellen: Telefonieren über das Internet.

Wie bei Kazaa vertrauten sie der Peer-to-Peer-Technik: Die Graswurzelvernetzung vieler tausend Computer ist nicht nur billiger als die Anschaffung von Servern, sie bietet auch Schutz gegen Eingriffe von außen.

„Wir arbeiten jetzt an einem Projekt namens Skyper“, kündigte Friis damals in einem Interview an. „Wir glauben, es hat das Potenzial, so groß wie Kazaa zu werden.“ Der Name soll eine Ableitung sein von „Sky Peer to Peer“. Aus Skyper wurde Skype. Und es wurde viel größer als Kazaa, das es heute nicht mehr gibt.

Nicht der erste Anbieter

Allerdings waren die ersten Schritte ziemlich schwer. „Als ich versuchte, Geld für Skype zu bekommen, hat das ein Jahr lang gedauert“, erzählt Zennström. Vor genau zehn Jahren registrierten Zennström und Friis die Internet-Adressen skype.com und skype.net.

Skype war nicht der Anfang der Internet-Telefonie. Bereits 1996 wurde das US-Unternehmen Net2Phone gegründet, 2001 folgte Vonage. Die meisten Anbieter setzten auf den Standard „Session Initiation Protocol“. Skype verwendete dagegen eine eigene Technik, bot eine bessere Sprachqualität und eine einfache Einrichtung.

In der ersten Woche nach dem Start 2003 wurde die Software 60 000 Mal heruntergeladen. Zeitweise waren die Server von der Nachfrage überlastet. Dieser Erfolg veränderte die Telekommunikationsbranche. „Ich wusste, dass es vorbei war, als ich Skype heruntergeladen hatte“, sagte der damalige Leiter der US-Telekommunikationsbehörde, Michael Powell. „Die Welt wird sich jetzt verändern.“

Erwartungen nicht erfüllt

Für grundsätzliche Diskussionen sorgte Skype, weil es sich den Unwillen der großen Telekommunikationsfirmen zuzog, die Umsatzeinbußen fürchteten. Diese blockierten zeitweise Skype-Daten auf mobilen Geräten. Damit wurde das Prinzip der Netzneutralität in Frage gestellt, das die Gleichbehandlung aller Daten im Netz verlangt. Das ist inzwischen alles Vergangenheit.

Geschichte ist aber auch das Image der Netzrebellen: 2005 wurde Skype von Ebay gekauft – für 3,1 Milliarden Dollar. Die Erwartungen von Ebay erfüllten sich nicht. 2009 wurde die Mehrheit an die Investmentgesellschaft Silver Lake verkauft. 2011 bekam Microsoft für 8,5 Milliarden Dollar den Zuschlag.

Zuletzt konnte Skype einen Nutzungsrekord melden: Die Plattform werde täglich mehr als zwei Milliarden Minuten lang genutzt, teilt Skype-Chef Tony Bates mit. Mehr als 300 Millionen Menschen nutzen Skype im Monat aktiv, in Spitzenzeiten sind 50 Millionen Nutzer gleichzeitig verbunden. Skype ist zum Kommunikationsmittel der globalen Gesellschaft geworden. „Und wir sind noch nicht am Ende“, schreibt Bates im Firmenblog.

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