Glaube:
Demonstration gegen Rechtspopulismus

Rund 250 Teilnehmer bei „Aktion Lichtzeichen“ auf der Burg Dinklage

Dinklage Rund 250 Jugendliche und Erwachsene haben jüngst mit der Aktion Lichtzeichen auf Burg Dinklage an das Wirken des Seligen Clemens August Kardinal von Galen erinnert. Traditionell laden die katholischen Jugendverbände im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Kirchengemeinde St. Catharina anlässlich des Geburtstag von Galens – 16. März – zu einem politischen Zeichen für Toleranz und gegen politischen Extremismus ein.

Von der Pfarrkirche aus zog die Gruppe mit Fackeln zu Galens Geburtsstätte auf Burg Dinklage. „Ihr seid das Licht der Welt“ war es während eines Zwischenstopps aus dem Matthäusevangelium zu hören. „Diese Worte treffen mich ins Mark in einer Zeit, in der sich menschenfeindliche Worte in die Gedächtnisse Vieler bohren“, sagte Benedikt Feldhaus, Referent im Bischöflich Münsterschen Offizialat, in einer Ansprache. Feldhaus nannte aktuelle negative Beispiele zum Umgang mit Flüchtlingen. Er habe Angst vor der Entwicklung und davor, sich öffentlich gegen diese Tendenzen zu engagieren, gestand der Referent für die Pastoral mit jungen Erwachsenen. „Wir dürfen vor den Krakeelern nicht vor Furcht erstarren und untätig sein, das können wir als Christinnen und Christen nicht tun.“ Schon von Galen habe Widerwärtigkeiten angeprangert, während er als Bischof mit den Menschen über das Evangelium gesprochen habe. „Frauke Petry und Björn Höcke haben vom Evangelium keinen blassen Schimmer, wenn sie meinen, dass ‚Klappe halten‘ und sich raushalten in gesellschaftlichen Prozessen ein denkbarer Weg für das Christentum sei – Christsein passiert eben nicht heimlich und nett zurückgezogen im Stillen“, betonte Feldhaus.

Deshalb habe von Galen den Mund aufgemacht. „Wir sind mutige Menschen, wir vertreten christliche Werte“, rief der Theologe auf. Wenn die Zeiten unmenschlicher zu werden scheinen, „dann setzen wir dieser Entwicklung gemeinsam und entschlossen noch mehr Menschlichkeit, Offenheit, Mut, ja noch mehr Frohe Botschaft entgegen.“ Die Aktion Lichtzeichen sei ein glaubhaftes Zeugnis für das Evangelium, schloss Feldhaus und bat: „Seid Licht für die Menschen.“

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