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Sorge Um Gesundheit:
Funkturm beunruhigt die Nachbarschaft

Neerstedt Der Funkmast mitten in Neerstedt (Kreis Oldenburg) ist schon von Weitem sichtbar. Von dort laufen die Verbindungen zu den gängigen Handynetzen und eine Richtfunkstrecke nach Wildeshausen. Ein guter Mobilempfang ist in Neerstedt deshalb garantiert. Aber es gibt auch eine andere Seite der modernen Kommunikationstechnik. So sehen es viele Anwohner rund um den Funkturm neben Grundschule, Sprachheilschule und Kindergarten sowie dem Sportplatz mit Hallenanlage des TV Neerstedt und einer Wohnsiedlung.

Viele der Anwohner, besonders an den Straßen „Waldwinkel“, „Am Sportplatz“ und „Schulweg“, hegen die Vermutung, dass der Funkmast Auslöser vieler Krankheiten sein könnte. Ob dies so ist und wie man damit umgehen kann, wurde in vielen Haushalten von den beunruhigten und betroffenen Bürgern diskutiert.

Daher hat sich eine Gruppe, bestehend aus Karl-Heinz von Döllen, Uwe Dölemeyer, Jochen Heltriegel, Helmut Koletzek, Tammo Rathkamp und Karin Scherner, gebildet. Sie hat die Aufgabe übernommen, mehr Licht in die Vermutung einer krankmachenden Nachbarschaft zum Funkmast zu bringen. Vorausgegangen war ein sachlicher Meinungsaustausch, der aber ein großes Wissensdefizit aufzeigte.

Nach diesem Treffen formulierte die Gruppe eine Anfrage an den Bürgermeister der Gemeinde, Heino Pauka. Das war am 17. Januar des Jahres. Antworten auf fünf Fragen wurden gewünscht. Inhaltlich geht es um die Darlegung der historischen Zusammenhänge über die Standortsuche, den Bau und Betrieb des Sendemastes, Informationen über die Nutzung, Grundstücks- und Pachtverhältnisse (die Gemeinde ist Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem der Mast steht), Frage nach der Kenntnis der Gemeinde über eine hohe Anzahl an schweren Krankheitsbildern im Straßensektor L 872 bis Kirchweg/Bauhof in Richtung Wildeshausen vom Turm aus gesehen und schließlich die Nachfrage, wie in Zukunft mit dem Sendemast im Hinblick auf Nachbarschaft zweier Schulen und Kindergarten umgegangen werden soll.

Baurechtlich abgesichert

Bis jetzt gibt es ein Schreiben des Bürgermeisters, das wegen des Umfangs der Nachfrage auf mehr Bearbeitungszeit verweist. Gleichwohl leitete die Gemeinde den Fragenkatalog aus baurechtlicher Sicht an den Landkreis weiter.

„Wir bestreiten gar nicht, dass der Funkturm mit dem Baurecht konform geht“, erklärt Uwe Dölemeyer für die Gruppe. „Auch die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte fechten wir nicht an, zumal ein von Karl-Heinz von Döllen in Auftrag gegebenes Gutachten der Umweltanalyse Kessel in Bargteheide gezeigt hat, dass diese Werte nach deutschem Recht eingehalten werden. Aber es gibt dennoch eine Grauzone, in die Licht gebracht werden muss.“

Damit meinte Dölemeyer die hohe Anzahl der schweren Erkrankungen von den Anwohnern im Sendemastbereichs. „Wir haben sie für uns kartiert. Es sind vertrauliche Informationen der Betroffenen, die nicht einfach offengelegt werden könnten. Uns aber haben sie gezeigt, dass die hohe Anzahl zumindest unerklärlich ist.“

Daneben wies Dölemeyer auf ein Schreiben hin, dass am 14. August an die Grundschule, die Sprachheilschule und den Kindergarten versendet worden ist. Inhaltlich wird nachgefragt, ob sich von Schul- bzw. Kindergartenseite schon einmal mit dem Thema befasst worden ist. Immerhin sitzen hier Kinder Tag für Tag in der direkten Nachbarschaft des Funkmastes.

Funkmast verlegen

Die Gemeinde hat den in diesem Jahr ausgelaufenen Pachtvertrag für das Grundstück des Mastes um weitere zehn Jahre verlängert, wie Dölemeyer im Gespräch betonte.

„Wir wollen einfach mehr Information, um die Gerüchte einzudämmen und den Betroffenen wieder Sicherheit zu geben. Gleichzeitig möchten wir darauf drängen, dass ein Funkmast, der seit 1999 in Neerstedt steht, mit der heutigen neueren Sendetechnik und -vielfalt nicht in ein solches Wohngebiet gehört“, riss Uwe Dölemeyer eine mögliche Diskussion um einen anderen Standort an.

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