Potenzialstudie:
Windkraftanlagen: Abstimmung notwendig

SPD-Fraktion für kreis- und gemeindeübergreifende Lösungen

Edewecht Die SPD-Fraktion im Edewechter Rat hat sich dafür ausgesprochen, dass (weitere) Windkraftanlagen im Ammerland nur mit Rücksicht auf Menschen und Landschaft installiert werden sollten. In einem Antrag an Bürgermeisterin Lausch haben die Sozialdemokraten gebeten, eine gemeinsame Sitzung für die Planung von Windenergieanlagen mit den Edewechter Nachbargemeinden vorzubereiten.

Während ihrer jüngsten Fraktionssitzung habe sich die SPD, so heißt es in einer Mitteilung, ausführlich mit der Windpotenzialstudie befasst. Dabei sei deutlich geworden, dass die Gemeinde Edewecht im westlichen Teil in eine sehr problematische Situation gelangen könne. Wenn sowohl die Stadt Westerstede als auch die Gemeinden Bad Zwischenahn und Barßel und die Gemeinde Edewecht die potenziellen Standorte ausnutzten, werde das Landschaftsbild in allen Richtungen durch Windkraftanlagen bestimmt. Die charakteristische Ammerländer Parklandschaft, die gerade dort noch wenig zersiedelte Landschaft sei, werde damit erheblich beeinträchtigt, so die SPD. Für die Bürger würden die geringen Abstände bei Anlagen von 200 Metern Höhe kaum wahrgenommen, so dass der Eindruck eines großen Windparks entstünde. Deshalb halte die SPD eine gemeinde- und kreisübergreifende Abstimmung für dringend geboten.

Auch für den möglichen Standort im Göhlen nahe der Ziegelei Röben halte man eine Abstimmung mit Bad Zwischenahn für unbedingt erforderlich, so SPD-Fraktionsvorsitzender Fittje. Dieser Standort könne die Ortsentwicklung in Nord-Edewecht nachhaltig beeinträchtigen. Hinzu käme der Verlust wertvoller Landschaft für die Naherholung (Radwanderweg). Wie SPD-Ratsherr Wolfgang Krüger ergänzt, halte man es zudem für problematisch und kaum zu vermitteln, warum Abstände von Wohnhäusern und Siedlungen zu Windkraftanlagen unterschiedlich gewählt würden.

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Doris Grove-Mittwede

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