„BLITZ UND DONNER“, FASZINIEREND ANZUSCHAUENDES NATURSCHAUSPIEL ODER ERNSTZUNEHMENDE GEF, 19. Juni 2010


Blitzgefahr im Einfamilienhaus

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„Blitz und Donner“, faszinierend anzuschauendes Naturschauspiel oder ernstzunehmende Gef -



Sicherlich sind diese Himmelserscheinungen ein beeindruckendes Phänomen, aber auch zwangsläufig mit Gefahren für bauliche Anlagen und Menschenleben verbunden, die keinesfalls zu unterschätzen sind.

Warum Schutz?

Statistiken der vergangen Jahre haben gezeigt, dass gerade Einfamilienhäuser verstärkt von den Folgen eines Gewitters betroffen sind. So liegen die gemeldeten Schadensfälle der vergangenen zwei Jahre bei Summen von jeweils über 200 Millionen Euro.

Dies liegt in erster Linie daran, dass in Deutschland meist nur für öffentlich genutzte Objekte Blitzschutzanlagen gefordert sind und die Eigentümer bzw. Bauherren sich nicht über die potenziellen Gefahren, die Blitzentladungen mit sich führen können, bewusst sind. Dabei sind geeignete Blitzschutz- und Überspannungsmaßnahmen gerade in der heutigen Zeit des Klimawandels, in der unumstritten die Gewitterhäufigkeit sowie deren Intensität zunehmen, sinnvoll. Auswirkungen

Die klassische Folge eines direkten Blitzeinschlages, mit einigen 10 kA (Kilo-Ampère) pro Sekunde, in ein Gebäude stellt das Feuer dar. Bei Blitzentladungen können Temperaturen von bis zu 30 000°C entstehen, die rasch zu Bränden führen können.

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Auch die im Volksmund weit verbreitete Auffassung, dass der Blitz immer in die höchste Stelle eines Gebäudes einschlägt, ist zweifelslos ein Irrglaube. Unfallauswertungen haben eindeutig gezeigt, dass in Wohnsiedlungen mit keinen nennenswerten Erhebungen, auch wenn diese von höheren Objekten wie Bäumen umgeben sind, alle Gebäude gleich stark vom Blitzeinschlag gefährdet sind.

Abhilfe schafft hier ein äußeres Blitzschutzsystem. Im Allgemeinen bekannt unter dem Begriff „Blitzableiter“. Dabei wird der Blitz sicher eingefangen und zur Erde abgeleitet, wo sich der Blitzstrom weitläufig verteilen kann.

In der Praxis stellt, laut den Versicherungswirtschaften, der direkte Blitzeinschlag aber gar nicht die primäre Ursache für Schäden infolge von Blitzeinwirkungen dar. Sehr viel häufiger kommt es, auch aufgrund des verstärkten Einsatzes von sensibler Elektronik und der ausgeprägten Vernetzung von Systemen im Haushalt, zu Überspannungsschäden.

Diese werden verursacht, wenn sich Blitze in umliegende Objekte wie Bäume oder das Erdreich entladen (indirekte Blitzeinschläge). Sie können dabei noch Auswirkungen auf die bauliche Anlage haben, selbst wenn diese in einer Entfernung von bis zu 1,5 km stattfinden. Über sämtliche Versorgungsleitungen (Strom, Gas, Wasser…) werden Spannungen in das Gebäude eingekoppelt, die elektronische Geräte zerstören und sogar die elektrischen Versorgungsleitungen aus dem Mauerwerk herausreißen können.

Menschen selbst sind durch einen direkten Blitzeinschlag seltener betroffen. Sie sind eher gefährdet durch Feuer und die beim Berühren leitfähiger Teile auftretende hohe Spannung. Ein inneres Blitzschutzsystem mit Überspannungsschutzkomponenten und der Ausführung eines Potentialausgleichs kann diesen Gefahren sicher entgegenwirken.

Für Bauherren und Hauseigentümer ist daher nur zu empfehlen, sich über ein wirksames Blitzschutzsystem rechtzeitig Gedanken zu machen. Denn bereits während der Bauphase treten bei der Ertüchtigung der Erdungsanlage, die einen wesentlichen Bestandteil des äußeren Blitzschutzes darstellt, Defizite auf, die einen wirksamen Schutz erheblich einschränken. In der Regel werden hier falsche Materialien verwendet und die korrekte Ausführung der Anschlussfahne wird vernachlässigt bzw. gar vergessen. Es ist daher notwendig sich schon vor Baubeginn mit Elektro- bzw. Blitzschutzfachkräften über geeignete Maßnahmen vertraut zu machen. Nur eine Kombination aus äußerem und innerem Blitzschutz stellt einen wirksamen Schutz gegen die o.g. Auswirkungen dar.

Damit auch langfristig ein Funktionserhalt der Anlage garantiert werden kann, sollte sie in Abständen von vier Jahren auf mechanische und elektrische Wirksamkeit hin geprüft werden. Ein Kostenfaktor der einen minimalen Betrag darstellt, vergleicht man diesen mit den Ausgaben, die heutzutage für Unterhaltungselektronik im Haushalt zum Einsatz kommen. Versicherung

Relativ schnell kommt die Frage nach einer geeigneten Versicherung auf. Viele Privathaushalte verfügen über eine Hausratversicherung. Diese deckt Schäden die durch Feuer verursacht werden ab, aber nur solche die innerhalb des Gebäudes zum Tragen kommen. Soll das Gebäude selbst geschützt werden, muss eine zusätzliche Gebäudebrandversicherung abgeschlossen werden. Zwar bieten einzelne Versicherungen auch Leistungen bei Überspannungsschäden an, diese betragen aber meistens nur einen Bruchteil der Schadenssumme und sind durch deutlich höhere Versicherungsprämien gekennzeichnet.

Häufig kommen Überspannungsschäden auch durch Schalthandlungen im speisenden Netz zustande. Da man heutzutage schon explizit bestimmen kann wann, wo und mit welcher Stromstärke ein Blitz eingeschlagen hat, kommen die Versicherungen für diese Fälle in der Regel nicht auf.

Versicherung hin oder her. Den Ärger haben letztendlich immer die Endverbraucher zu tragen. Denn die Folge- bzw. Wiederbeschaffungskosten setzen sich nicht nur aus den durch die Versicherung gedeckten materiellen Verlusten zusammen, sondern auch aus unersetzbaren persönlichen Werten. Darunter zählt u.a. der Verzicht auf Komfort, der Verlust von wichtige elektronischen Daten sowie der eigenen Sicherheit bei Ausfall überwachungstechnischer Einrichtungen. Fazit

Das Gewitter unterbinden kann man nicht und einen vollkommenen Schutz zu realisieren ist praktisch unmöglich, aber die sicherste und effektivste Lösung bietet ein von Fachkräften geplantes und ausgeführtes Blitzschutzsystem nach den einschlägigen Vorschriften.

Quelle: www.thormaehlen.de






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