OLDENBURG, 26. Januar 2012


EWE will mehr Effizienz und weniger Kosten

Energie Versorger plant bis 2013 Konzernumbau – Auch Abbau von Arbeitsplätzen


von Jörg Schürmeyer

Oldenburg - Energiewende, gescheiterter VNG-Verkauf, ein erwartetes Minus im dreistelligen Millionenbereich – hinter der EWE liegt ein schwieriges Jahr 2011. Erst am Dienstag hatte die Ratingagentur Moody’s die Bonitätsnote des Versorgers um eine Stufe gesenkt.

Der Oldenburger Versorger sieht Handlungsbedarf. Wie EWE-Sprecher Daniel Waschow am Mittwoch dieser Zeitung sagte, habe der Konzern deshalb bereits im vergangenen Jahr eine interne Analyse gestartet, die aufzeigen sollte, in welchen Bereichen Verbesserungen möglich sind. Ein zentrales Ergebnis: Durch das Wachstum und Zukäufe wie die Bremer SWB seien in den vergangenen Jahren „Doppelstrukturen und Ineffizienzen“ entstanden – insbesondere in Zentralbereichen der Verwaltung.

Bis zum Sommer 2013 sollen deshalb die teilweise noch nebeneinander existierenden Zentralen von EWE AG, EWE Energie AG und SWB unter einem Dach zusammengeführt werden. „Zukünftig soll eine Holding die Steuerung und Führung des EWE-Konzerns übernehmen“, sagte Waschow. „Ziel ist es, durch die Zusammenführung der Holding-Funktionen dieser drei Gesellschaften die Abläufe im Unternehmen effizienter zu machen und Kosten zu sparen“, sagte er. Mitarbeiter und Führungskräfte seien in den vergangenen Tagen über den Plan informiert worden.

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Der geplante Umbau werde auch zu einem Stellenabbau führen. Wieviele Arbeitsplätze am Ende wegfallen könnten, lasse sich heute aber noch nicht beziffern, sagte Waschow. Von den rund 8500 Mitarbeitern des Konzerns seien weniger als 1000 in den betroffenen zentralen Verwaltungsbereichen tätig. „Es wird sichergestellt, dass keiner der Standorte gegenüber einem anderen unangemessen benachteiligt wird“, betonte er. Auch der Vorstand soll verkleinert werden – von jetzt acht Mitgliedern auf fünf.

Spekulationen, dass die SWB von EWE „geschluckt“ werden könnte, wies der EWE-Sprecher entschieden zurück. Die EWE hatte Ende 2009 ihren Anteil an SWB auf 100 Prozent minus einer Aktie aufgestockt. Auch an den Markenauftritten ändere sich nichts.

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