Versorger EWE plant Umbau des Konzerns
Oldenburg - Der Oldenburger Versorger EWE will Kosten sparen und plant deshalb einen Umbau des Konzerns. „Durch das Wachstum der vergangenen Jahre sind an einigen Stellen Doppelstrukturen und Ineffizienzen entstanden“, sagte ein EWE-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der NWZ. Dies betreffe vor allem die Zentralbereiche. Bis zum Sommer 2013 soll deshalb eine Holding die Steuerung und Führung des Konzerns übernehmen. Bisher hätten mit der EWE AG, der EWE Energie AG und der Bremer SWB drei Gesellschaften Holding-Funktionen übernommen. Welche Auswirkungen dies auf Arbeitsplätze habe, lasse sich noch nicht abschätzen.
- Der Oldenburger Versorger EWE baut seinen Vorstand um. Die Aufsichtsräte der EWE AG und der EWE Energie AG beschlossen am Freitag, dass künftig ein fünfköpfiger Vorstand dem Konzern vorstehen soll. Die neue Struktur soll „schnellere und marktnähere Entscheidungen ermöglichen“, heißt es in einer Pressemitteilung.mehr
- Die „Sign“-Affäre wird vorerst nicht vor Gericht verhandelt: EWE und Agentur Prevent haben sich eine Woche vor dem Verhandlungstermin am 25. April auf einen Vergleich geeinigt, Prevent-Chefin Claudia del Valle zahlt 800 000 Euro zu viel erhaltene Sponsorgelder an den Energieversorger zurück.mehr
- „Skeptisch“ sei man gewesen vor den Gesprächen, gibt EWE-Sprecher Daniel Waschow zu. Schließlich waren erste Vergleichsverhandlungen zwischen EWE und Agentur Prevent im November 2011 gescheitert; „nicht akzeptabel“ nannte Waschow damals die Vorstellungen der Agentur.mehr
- Die EWE will nach zwei Jahren in den roten Zahlen mit einem Sparkurs wieder Gewinne machen und sieht in der Energiewende positive Möglichkeiten für den Konzern. Bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag bestätigte Vorstandschef Werner Brinker vorläufige Zahlen, wonach der Oldenburger Versorger 2011 einen Verlust von 281,9 Millionen Euro (2010: 246,6 Millionen) hinnehmen musste.mehr


