HANNOVER, 31. Januar 2012


Grüne fordern Aufklärung über EWE-Sponsoring

Anfragen Abgeordnete Korter kritisiert Taktik der Regierung – Es geht auch um das Sign-Projekt


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Hannover - Die Grünen fordern schnelle Aufklärung über die Beziehungen zwischen der schwarz-gelben Landesregierung und dem Oldenburger Energiekonzern EWE. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter (Nordenham) zeigte sich verärgert darüber, dass die Regierung zwei von ihr gestellte Anfragen im Landtag erst im März beantworten will. Vor dem Hintergrund der Wulff-Affäre habe sie ein größeres Interesse der Landesregierung an Aufklärung erwartet, sagte Korter dieser Zeitung.

Die Grünen-Politikerin vermutet, dass EWE versucht haben könnte, mit Spenden Einfluss auf die schwarz-gelbe Koalition zu nehmen. „Es ist merkwürdig, was EWE alles sponsert“, sagte Korter mit Blick auf die finanzielle Unterstützung des Unternehmens für den umstrittenen Nord-Süd-Dialog. Möglicherweise fehle einigen Regierungsmitgliedern die kritische Distanz zur Wirtschaft. Bei Korters Anfragen geht es unter anderem um das Schulprojekt „Sign“, das von der EWE finanziell und vom Kultusministerium mit Lehrerstunden unterstützt wurde. Die Mittel sollen zum Großteil nicht für die Präventionsarbeit ausgegeben worden sein, sondern auf Privatkonten der Geschäftsführerin der Präventionsagentur geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.




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