Neues Fahrrad-Parkverbot geplant
Verkehr Eingang zum Schlossgarten versperrt – Slalom auf Bahnhofsvorplatz
Zugeparkter Schlossgarten: Fahrräder versperren Rollstuhlfahrern und Kinderwagen den Durchgang. BILD: Günther Hilbrands 
von Stefanie Dosch Und Jasper Rittner
Oldenburg - Dass das Fahrrad das Verkehrsmittel Nummer eins in der Oldenburger Innenstadt ist, darf durchweg als positiv bezeichnet werden. Die umweltfreundliche Fortbewegung hat allerdings auch ihre Schattenseiten. Gerade in den vergangenen Wochen hat sich gezeigt: In Oldenburg fehlt es zum einen an Fahrrad-Abstellplätzen, zum anderen aber auch bei einigen Radlern an Verkehrsmoral.
Überall in der Innenstadt wurden Wege oder Eingänge zugeparkt. Der Schlossgarten war regelrecht blockiert. Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen kamen einfach nicht durch. Vorm Bahnhof mussten sie Slalom fahren und erst mal einen Weg durch die Fahrradmassen finden.
Besonders geärgert hat sich NWZ -Leser Günther Hilbrands. Überall auf dem Schlossgarten standen und lagen zusammengeschlossene Fahrräder: „So ein Chaos habe ich dort bislang noch nicht erlebt.“ Auch NWZ -Leser Hugo-Ludwig Warsitz musste erst acht Fahrräder an die Seite schaffen, bevor sein Begleiter im Rollstuhl durchfahren konnte.
Er würde sich wünschen, dass die Stadt Ordnung in das Park-Wirrwarr bringt. Zumindest in der Heiligengeiststraße hat das nämlich geklappt. Dort gibt es seit dem vergangenen Stadtfest Oldenburgs erstes Fahrrad-Parkverbot. Schilder wurden auf dem Boden angebracht, um die Feuerwehrdurchfahrt frei zu halten. „Das wird im Großen und Ganzen gut akzeptiert. Die Leute haben sich daran gewöhnt“, sagt Stadtsprecher Andreas van Hooven.
Kommen nun weitere Fahrrad-Parkverbote? Bei der Stadt ist dies durchaus denkbar. „Wir wollen zwar den Fahrradverkehr fördern. Trotzdem gibt es einige Ecken, die wir nun mal genauer unter die Lupe nehmen.“ Dazu gehören neben den Schlossgarten-Eingängen unter anderem der Julius-Mosen-Platz, der Bahnhofsvorplatz und die Wallseite der Schlosshöfe. Dabei soll es aber keine großflächigen Verbotszonen geben, sondern nur Korridore, damit Fußgänger passieren können. Rechts und links davon sollen weiter Räder stehen können – so wie es in der Heiligengeiststraße bereits praktiziert wird.
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