Besuch bei Wagenbauern lässt Wehmut aufkommen
Fasching Gesa II. und Karim I. besuchen Umzugsgruppe des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege
Zu Besuch beim Ortsverein: Gesa II. (vorn, von links) und Karim I. statteten der Gruppe des Kinderprinzen eine Stippvisite ab. BILD: Karoline Schulz 
Schlutter - Ein bisschen schwer ums Herz wurde es Karim Chouchane dann doch, als er am Sonnabend zusammen mit Gesa Bücking die Halle auf dem Hof von Enno Vosteen betrat, die dem Bau des Faschingswagens vom Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege vorbehalten ist. Eigentlich ist Karim hier als Wagenbauer tätig. Doch in diesem Jahr muss der Zehnjährige pausieren: Denn in diesem Jahr, oder besser in dieser Session, ist er nicht Karim, der Wagenbauer, sondern Karim, der Kinderprinz.
„Das ist ein ziemlich komisches Gefühl“, gab Karim zu, „ich bin ja seit 2007 hier dabei.“ Aber trotzdem freue er sich natürlich auf den Fasching, schob er schnell hinterher. „Wenn es möglich wäre, würde ich beides machen.“
Beides – damit meint Karim: mit „seiner“ Gruppe, dem Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege, beim Umzug mitlaufen und auf dem Kinderprinzenwagen stehen. Aber beides – das gehe natürlich nicht, weiß der Grundschüler.
Bei ihrem Besuch in Schlutter enterten Karim I. und Gesa II. auch sogleich den neuen Wagen der Gruppe, um ihre Untertanen mit dem Ganderkeseer Faschingsruf zu begrüßen. Mit selbst gebackenen Muffins und Mini-Berlinern verlieh das Kinderprinzenpaar den Wagenbauern die nötige Energie für die restlichen Arbeiten an ihrem Gefährt.
„Dieses Mal heißt unser Thema ,Griechische Antike’“, erklärte Ortsvereinschef Enno Vosteen. Seit September sei zunächst einmal wöchentlich, seit zwei Monaten sogar zweimal in der Woche gewerkelt worden. Bis zu 20 Wagenbauer sind jedes Mal dabei, während parallel etwa 15 Frauen die Kostümzuschnitte für die mehr als 130 Beteiligten von fünf bis 61 Jahre übernehmen.
Die Mühen der Gruppe wurden schon oft belohnt: Fünfmal habe der Ortsverein beim Fasching um den Ring bereits den Preis für den schönsten Festwagen abgeräumt, so Enno Vosteen. Ob es auch dieses Mal für einen Platz unter den ersten drei reicht? Einer ist da sehr zuversichtlich: Prinz Karim I.. Er verabschiedete sich nach dem obligatorischen Ruf von „seiner“ Gruppe mit den Worten: „Ich freue mich, wenn ihr den ersten Platz macht!“
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