ERMATINGEN, 30. August 2010


Christian Kläner kehrt mit Bronze zurück

Faustball Brettorfer Abwehrspieler belegt mit                                     Nationalteam bei der EM den dritten Rang


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Daumen hoch nach einer starken EM: Christian Kläner vom TV Brettorf gewann mit der deutschen Nationalmannschaft die Bronzemedaille. BILD: Felix Stöldt  Bild vergrößern

Das Turnier wurde in Ermatingen in der Schweiz ausgetragen. Der Titel ging an Österreich.

von Lars Pingel

Ermatingen - Der Traum vom Finale war bereits am Sonnabendabend geplatzt. Die deutsche Faustball-Nationalmannschaft um den Abwehrspieler Christian Kläner vom TV Brettorf musste sich im Halbfinale der Europameisterschaft in Ermatingen in der Schweiz geschlagen geben. Die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Neuenfeld unterlag gegen das Team des Gastgebers, das als Titelverteidiger ins Rennen gegangen war, mit 2:3 (8:11, 9:11, 11:8, 11:7, 5:11). Wie schon 2008 kehrte das deutsche Team mit der Bronzemedaille heim. Im Spiel um Platz drei besiegte es am Sonntag Italien mit 4:0 (11:9, 11:3, 11:3, 11:8). Der Titel ging an Österreich. Der amtierende Weltmeister gewann das Finale vor 3000 Zuschauern im ausverkauften Stadion gegen das Team des Gastgebers mit 4:1 (9:11, 11:6, 11:6, 11:8, 11:8).


Dramatisches Halbfinale
„Es hat an diesem Tag einfach nicht sein sollen“, sagte Kläner am Sonntag. Mit diesem Tag meinte er den Sonnabend – und vor allem das Halbfinale gegen die Schweiz. Die Deutschen kamen nicht so gut in die Partie, so dass sie mit 0:1 (8:11) in Rückstand gerieten. Beim Stand von 3:7 im zweiten Durchgang wechselte Neuenfeld den Angreifer Steve Schmutzler ein, der maßgeblich dazu beitrug, dass sich das Team ein 8:7 herausspielte. Beim Versuch, eine kurze Angabe zu erreichen, prallte Schmutzler dann aber mit dem zweiten Angreifer Patrick Thomas zusammen und zog sich einen Rippenbruch und eine Gehirnerschütterung zu. Sein Team war kurzzeitig geschockt und verlor auch den zweiten Satz (9:11).


Großer Kampfgeist
Doch die Deutschen kämpften sich in das Spiel zurück. Im dritten Satz gingen sie mit 5:1 in Führung, gewannen ihn mit 11:8. Und auch im vierten Durchgang trumpften sie auf – mit dem 11:8 war der Satzausgleich geschafft. Nach der zehnminütigen Pause erwischten aber die Schweizer den besseren Start. Beim Seitenwechsel lagen sie mit 6:2 vorn. Diesen Rückstand konnten die Deutschen nicht mehr wettmachen. Sie unterlagen mit 5:11. „Ich weiß nicht, ob der Satz so ausgegangen wäre, wenn die Pause nicht gewesen wäre“, überlegte Kläner. „Was aber nicht heißen soll, dass wir ihn gewonnen hätten. Letztlich ist es auch müßig, darüber nachzudenken.“

Kläner und seine Mannschaftskameraden waren auch mit dem Ziel in das EM-Turnier gegangen, zu zeigen, dass sie den Rückstand auf die Schweiz und Österreich, deren Teams die letzten großen Titel gewonnen hatten, aufgeholt haben. Das sei gelungen, meinte Kläner. „Von der Leistung her ziehe ich ein positives Fazit. Wir sind auf Augenhöhe. Österreich war am Wochenende einen Tick besser, gegen die Schweiz hat die Tagesform entschieden.“


Gute Leistung am Sonntag
Am Sonntag zeigte die Mannschaft mit Patrick Thomas, Christian Erlenmayer, Ajith Fernando, Fabian Sagstetter und Kläner in der Startformation noch einmal eine gute Leistung. Nur um den ersten Satz (11:9) musste sie kämpfen. Von da an lief es. Die nächsten beiden Sätze dominierten die Deutschen. Mittlerweile waren Kapitän Sascha Ball und Marco Lochmahr in der Partie. Und auch den vierten Satz gewann Deutschland souverän.

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Die Vorrunde des Turniers hatten die Deutschen als Gruppenzweite beendet. Nach der Niederlage gegen Österreich (1:3) und dem 3:0-Sieg gegen Österreich vom Freitag (die NWZ  berichtete) ging es im abschließenden Gruppenspiel am Sonnabend gegen die Schweiz um Platz zwei und drei, da Österreich nach Siegen über die Schweiz (3:2) und Italien (3:0) bereits als Gruppensieger feststand. Klar war aber auch schon, dass die Deutschen und die Schweizer im Halbfinale wieder aufeinander treffen würden. In dem spannenden und hochklassigen Vorrundenspiel siegte die deutsche Auswahl mit 3:2 (11:5, 11:8, 5:11, 9:11, 11:7).




 



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