Kampfgeist wird nicht belohnt
Faustball Frauen-Team des Ahlhorner SV verliert Europacup-Finale mit 2:3
Zweitbestes Vereinsteam in Europa: der Ahlhorner SV mit (von links) Trainerin Edda Meiners, Imke Schröder, Annika Lohse, Celina Minx, Jaqueline Zaddach, Sarah Reinecke, Janna Meiners und Marie Therese Warnick BILD: DFBL 
von Lars Pingel
Ahlhorn - Eine starke Vorstellung boten die Faustballerinnen und Faustballer an diesem Wochenende auf internationaler Bühne. Das Männer-Team des Ahlhorner SV wurde nach langer Europapokal-Abwesenheit beim IFA-Cup im tschechischen Prelouc Fünfter. Noch erfolgreicher waren die Frauen-Teams. Der Ahlhorner SV brachte vom Europacup in Arnreit (Österreich) Silbermedaillen mit, der SV Moslesfehn wurde dort Vierter.
Das ASV-Team mit Annika Lohse, Sarah Reinecke, Jaqueline Zaddach, Sabine Ansel (Abwehr), Janna Meiners (Zuspiel), Imke Schröder, Celina Minx und Marie Therese Warnick (Angriff) unterlag in einem spannenden und hochklassigen Finale gegen den großen Favoriten und Titelverteidiger Union Arnreit. Der ASV hatte das seit zwei Jahren unbesiegte Union-Team am Rande einer Niederlage. Er unterlag am Sonntag vor 500 Zuschauern mit 2:3 (11:7, 2:11, 5:11, 11:9, 12:10).
Bei leichtem Regen starteten die Ahlhornerinnen gut in die Partie, gingen mit 1:0 in Führung. Doch in den folgenden beiden Sätzen spielten die Gastgeberinnen um Angreiferin Magdalena Lindorfer fast fehlerlos. Mit einem 11:2 und 11:5 holten sie sich die Führung. Doch das ASV-Team kehrte ins Spiel zurück. Aus einem 8:8 machten sie im vierten Satz ein 11:9 und den Ausgleich. Auch im entscheidenden Satz bewies es Moral. Beim 5:9 schien die Partie verloren, doch die Ahlhornerinnen kämpften um jeden Ball. Sie glichen aus (9:9) und wehrten dann einen Matchball ab. Ein unerreichbarer Schlag von Lindorfer und ein Leinenfehler beendeten das dramatische Spiel – Arnreit jubelte, Ahlhorn trauerte.
Im Halbfinale hatte sich der ASV gegen den österreichischen Vizemeister FBC Linz-Unfahr mit 3:1 (14:12, 13:15, 11:1, 11:5) durchgesetzt. Er spielte dabei vor allem in den Sätzen drei und vier ganz stark auf.
Die Moslesfehnerinnen waren mit einem jungen Team angetreten. Aus dem Bundesliga-Kader waren nur Melanie Zingrosch (Angriff) und Marisa Meyer (Abwehr) mit nach Arnreit gereist. Außer ihnen spielten Sabine Grüning (Angriff), Christina Scholte, Kerstin von der Pütten (beide Abwehr) und Kerstin von der Pütten (Zuspiel) aus der „Zweiten“ für den SVM. Betreut wurde das Team von Doris Schmertmann. „Der SVM ist über sich hinausgewachsen“, lobte Ulrich Meiners (Ahlhorn), Präsident der Deutschen Faustball-Liga. „Das Team hat kämpferisch und spielerisch überzeugt.“ Auch im Spiel um Platz drei gegen Linz-Unfahr versuchte es alles, musste sich aber mit 0:3 geschlagen geben. Im Halbfinale waren die Moslesfehnerinnen gegen Arnreit chancenlos (3:11, 6:11, 6:11).
Die Vorrunde hatten die Ahlhornerinnen und die Moslesfehnerinnen als Gruppenzweite beendet. Der ASV gewann seine Partien gegen den FBT Amsteg (Schweiz) und den SSV Bozen (Italien) mit 3:0. Gegen Arnreit musste er sich mit 0:3 geschlagen geben. Der SVM besiegte den FBE Schlieren (Schweiz) sowie den TV Neusiedl/Zaya (Österreich) mit 3:2. Gegen Linz-Unfahr gab es ein 2:3.
Beim IFA-Cup in Prelouc erreichten die Ahlhorner das Qualifikationsspiel um den Einzug ins Halbfinale, in dem sie ihrem Ligarivalen VfK Berlin mit 1:3 (5:11, 11:7, 7:11, 11:13) unterlagen. Anschließend gewannen sie die Partie um Rang fünf gegen den FB Elgg-Ettenhausen (Schweiz) mit 2:0 (11:6, 11:6).
Die Ahlhorner waren mit zwei Siegen und zwei Niederlagen als Gruppendritter in die Runde der letzten Sechs eingezogen. Sie entschieden die Vorrundenbegegnungen gegen den FSC Wels (Österreich, 2:1) und den SSV Bozen (Italien, 2:0) für sich. Verloren gingen die Partien gegen den SVD Diepoldsau (Schweiz, 0:2) und den TuS Kremsmünster (Österreich, 1:2).
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