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Peter Hahne sucht „Aufreger der Woche“

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Talkshow:
Peter Hahne sucht „Aufreger der Woche“

BERLIN Ein längerer Urlaub ist für Peter Hahne in den nächsten Monaten nicht drin. Der ZDF-Moderator wird allwöchentlich in der nach ihm benannten Berliner Talkshow vor der Kamera sein – und das überwiegend live. „Unser Anspruch ist es, jeden Sonntag die Themen der kommenden Woche zu setzen oder die der vergangenen Woche neu zu akzentuieren“, sagt Hahne.

Ein Jahr nach dem Start von „Peter Hahne“ (Sonntag, 13.03 Uhr) sieht der Gastgeber das Format gut etabliert: „Wir erreichen im Schnitt 1,2 Millionen Zuschauer und liegen damit in den Erwartungen des ZDF“, betont Hahne. Der Marktanteil beträgt 9,2 Prozent, weniger als der unmittelbar vorher laufende „ZDF-Fernsehgarten“, der auf rund 16 Prozent kommt. „Aber das ist eine Unterhaltungssendung, wir sind eine politische Talkshow – und dafür schlagen wir uns nicht schlecht.“

Der Sendeplatz als erste Talkshow des Wochenendes ist für Hahne das Alleinstellungsmerkmal seiner Sendung. Dass er dabei auf die Zuschauer schielt, die eventuell vom ARD-„Presseclub“ zu ihm wechseln, verhehlt er nicht. Und er nimmt in Kauf, im Winter Sportübertragungen weichen zu müssen.

Ziel der vierköpfigen Redaktion sei es, den „Aufreger der Woche“ zu identifizieren und dazu zwei Gäste, die darüber kontrovers eine halbe Stunde diskutieren können. „Unser Anspruch ist das gepflegte Streitgespräch“, sagt Hahne, der mit dem Vorwurf, ein sehr sanfter Diskussionsleiter zu sein, gut leben kann: „Ich kann mich nicht verstellen. Ich bin nicht der Michel Friedman des ZDF“ – der natürlich auch schon Gast in seiner Sendung war.

Überhaupt die Gäste: Einer von beiden sollte schon prominent sein. Doch selbst in dem an Politprominenz so reichen Berlin sei es nicht immer leicht, geeignete Diskutanten zu finden. „Manche Politiker schreckt die Vorstellung, eine komplette halbe Stunde in einer Zweier-Diskussion bestehen zu müssen.“ Angst, dass ihm die Gäste ausgehen, hat er aber nicht.

Eine Sendung im ersten Jahr von „Peter Hahne“ ist dem Gastgeber besonders in Erinnerung geblieben – obwohl sie nie ausgestrahlt wurde. Zu Gast war die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich wenige Tage nach der Aufzeichnung getötet hat. „Ich habe das damals nicht fassen können“, sagt Hahne. Moderator und Redaktion sei sofort klar gewesen, dass die Sendung mit Heisig nicht gezeigt werden könne.