Modellflieger schwärmen von Ganderkesee
Jet-Flugtage Zwei Tage lang stets Maschinen in der Luft – Weitere Veranstaltungen
Freuen sich auf zwei Tage Fliegerei: Renate und Friedhelm Graulich mit Nachbauten des Spionage-Jets Lockheed SR 71 Blackbird (rechts) und einer Lockheed F 104, die hierzulande als „Starfighter“ berühmt-berüchtigt war. BILD: Hergen Schelling 
Ganderkesee - Die Experten des Luftfahrtbundesamtes waren mehr als zufrieden: Die Sicherheitsvorkehrungen seien vorbildlich, erfuhren die Veranstalter der 3. Ganderkeseer Jet-Flugtage am Freitag bei der Abnahme des Geländes von den Prüfern. Und auch die ersten Modellflug-Piloten, die im Laufe des Tages eintrudelten, sparten nicht mit Lob für die Bedingungen, die sie auf dem Ganderkeseer Flugplatz vorfanden.
Viele kommen gern wieder
Aber das kennen die meisten schon, viele Modellflieger sind mittlerweile Stammgäste bei den Jet-Flugtagen. So wie Friedhelm und Renate Graulich, die eine besondere Attraktion mitgebracht haben: eine Lockheed SR 71 Blackbird. Das Spionageflugzeug, das die US-Air Force in den 60er Jahren zu Aufklärungsflügen über Russland einsetzte, hat das Ehepaar aus Petershagen bei Minden im Maßstab 1:7 nachgebaut: Mit 2,35 m Spannweite und 4,50 m Rumpflänge ist es das weltweit größte Modell dieses Typs.
Insgesamt rund 120 Modelle werden am Sonnabend und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, an der Otto-Lilienthal-Straße zu sehen sein – erstmals nicht nur Düsenjets, sondern auch Passagier- und Segelflugzeuge, Kunstflieger und Hubschrauber. „Es werden pausenlos Flugzeuge in der Luft sein“, verspricht Mitveranstalter Reinhard Oetken.
Informieren können sich die Besucher der Flugtage auch bei der Modellbau-Messe rund um den Hangar West. Mehr als ein Dutzend Fachaussteller und Händler präsentieren hier ihr Angebot und neue Entwicklungen. Für Kinder stehen etliche Spielmöglichkeiten bereit, diverse Imbiss- und Vergnügungsstände runden das Angebot auf dem Flugplatz ab.
Die Jet-Flugtage werden sicher das größte Publikum haben, es gibt an diesem Wochenende aber noch weitere Möglichkeiten zur Unterhaltung. Und zur Bewegung – etwa bei der Radtour des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer, die Sonnabend um 14 Uhr auf dem Dorfplatz startet. Mitfahrer aus den Dörfern können sich noch anschließen. Angemeldet sein müssen hingegen die Teilnehmer des Fußballtennis-Turniers der SG Bookhorn (Sonnabend ab 14 Uhr, Sportplatz am Weberwinkel) und der Sportabzeichen-Abnahme des TSV Ganderkesee (Sonntag, 10 bis 13 Uhr, Stadion Habbrügger Weg) – aber zum Zuschauen ist dort jeder willkommen.
1150 Schritte durch den Ort
Kurzfristig mitgehen können Entscheidungsfreudige auch noch bei der Landpartie „1150 Schritte durch den Ortskern“. Gästeführerin Helga Härtel startet am Sonntag um 10 Uhr beim Festplatz an der Raiffeisenstraße zu einer kurzweiligen Tour durch Ganderkesees Ortsgeschichte.
Und wer noch eine Gelegenheit zum Feiern sucht: Der Schützenhof Ganderkesee veranstaltet an diesem Sonnabend ein Sommerfest – ab 16 Uhr gibt es Kaffee, Kuchen und Kinderspiele, später dann Wein, Bier und Musik der Band „Happiness“. Dazu kann, so heißt es, „in die Sommernacht getanzt werden“. Hoffentlich wird’s auch eine . . .
- Abgestürzt ist kurz vor dem Ende der Ganderkeseer Jet-Flugtage am Sonntagabend die Lockhead SR 71 des Petershagener Modellfliegers Friedhelm Graulich (2. von links). Der Jet, am Montag noch auf der Ð -Titelseite in ganzer Pracht abgebildet, wurde.mehr
- CLP und WST, DH, OH, OHZ, zwischendrin Ostfriesen aus LER oder FRI, und auch die gelben Kennzeichen mit NL: Schon auf dem Parkplatz am Ganderkeseer Flugplatz wurde deutlich, dass die Jet-Flugtage einen weiten Einzugsbereich haben.mehr
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Reinhard Oetken gehört zu den Organisatoren der Jet-Flugtage. Die Resonanz hat ihn begeistert.
FRAGE: Wie fällt Ihre Bilanz der Jet-Flugtage aus?
OETKEN: Sehr positiv! Am Sonnabend hatten wir ungefähr 3000 Zuschauer, Sonntag mindestens das Doppelte.mehr
- Hochbetrieb herrschte am Wochenede auf dem Rollfeld in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg): Zwei Tage lang hatten mehr als 70 Modellflug-Piloten den Flugplatz in der Landkreis-Gemeinde für sich.
Insgesamt fast 10 000 Zuschauer sahen (und.mehr


