GANDERKESEE, 2. August 2010


Piloten fliegen auf Ganderkesee

Jet-                                   flugtage   Modellflieger faszinieren Tausende Besucher


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Ständiges Kommen und Gehen auf der Zufahrt zur Startbahn: Die Flugleitung sorgte dafür, dass nahezu pausenlos Modelle in der Luft kreisten. BILDer (2): Hergen Schelling  Bild vergrößern

Optimal gelaufen sind die 3. Ganderkeseer Jet-Flugtage. Sogar Weltmeister zeigten ihre Künste – und lobten die Bedingungen.

von Hergen Schelling

Ganderkesee - Von den Besuchern der 3. Ganderkeseer Jet-Flugtagen dürften nicht wenige an diesem Montag einen steifen Nacken haben: Denn der gereckte Hals war die Standard-Körperhaltung bei den Tausenden hinter den Absperrungen – es gab immer etwas zu sehen, pausenlos rasten die Modelle durch die Lüfte, kaum 50 Meter von den Zuschauern entfernt.

Das Wetter meinte es gut mit Publikum, Veranstaltern und Piloten: Der Wind blies nicht zu stark, aber eine stetige Brise von Westen sorgte für ordentliche Start- und Landebedingungen. Entsprechend begeistert äußerten sich die Gäste: „Ein tolles Gelände für diese Veranstaltung“, lobte zum Beispiel Tim Stadler aus Weiden in der Oberpfalz, der mit einem Ultimate-Modell nach Ganderkesee gekommen war, dem Nachbau einer amerikanischen Kunstflugmaschine im Maßstab 1:2,5.

Selbst Weltmeister waren begeistert: „Super organisiert“ seien die Jet-Flugtage, sagte Matthias Hocke, der mit dem Jet-Team Germany 2007 in Nordirland die Mannschafts-WM im Formationsflug gewonnen hatte. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Michael Reitz und Andreas Ruppert zeigte er am Wochenende in Ganderkesee, was mit ihren Futura-Kunstflugmaschinen alles möglich ist.

Besonderes Aufsehen zogen die Jets mit sogenanntem Pulso-Antrieb auf sich – mit diesen dröhnenden Strahltriebwerken werden sonst Raketen gestartet. Und wie Raketen hoben auch in Ganderkesee die Pulso-Modelle von ihren Rampen ab und sausten mit bis zu 300 km/h über die Landebahn.

Fachkundig und unterhaltsam durchs Programm führten an beiden Veranstaltungstagen die bewährten Moderatoren Winfried Ohlgard und Josef Voß. Zu jedem Modell hatten sie informative Kommentare parat, zwischendurch streuten sie Anekdoten aus der Fliegerei ein. So wussten die beiden, dass der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen mit seinem knallbunten Doppeldecker die Generalität im 1. Weltkrieg noch mächtig verärgert hatte – die entsprechenden Nachbauten indes begeisterten das Ganderkeseer Publikum.

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