GANDERKESEE, 8. August 2011


Tausende fliegen auf Modellflug in Ganderkesee

Jet-Flugtage Besucher-Ansturm besonders am Sonntag – Ideale Bedingungen


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Hochbetrieb herrschte am Wochenende bei den Jet-Flugtagen in Ganderkesee. Bild: Hergen Schelling Bild vergrößern

74 Modellflug-Piloten zeigten bei den Jet-Flugtagen ihr Können. Zeitweise waren sieben Maschinen gleichzeitig in der Luft.

von Hergen Schelling

Ganderkesee - CLP und WST, DH, OH, OHZ, zwischendrin Ostfriesen aus LER oder FRI, und auch die gelben Kennzeichen mit NL: Schon auf dem Parkplatz am Ganderkeseer Flugplatz wurde deutlich, dass die Jet-Flugtage einen weiten Einzugsbereich haben. Wenn man ihn erstmal erreicht hatte, den Parkplatz – denn besonders am Sonntag wurde die Anfahrt schon auf der Westtangente zur Geduldsprobe.

„Das geht seit heute Morgen so“, freute sich Organisator Reinhard Oetken am Sonntag. Bereits am Sonnabend seien geschätzte 3000 Zuschauer gekommen – und am zweiten Tag „mindestens doppelt so viele“. Die nach Veranstalter-Angaben größte Modellflugschau Norddeutschlands hat sich in vier Jahren zu einem echten Publikums-Magneten entwickelt.



Nicht zuletzt wegen der vielen Zuschauer kommen auch die Modellflug-Piloten gern nach Ganderkesee. Außerdem aber wegen der idealen Bedingungen, die sie auf dem Airfield vorfinden. Friedhelm Graulich aus Petershagen bei Minden zum Beispiel kommt „jedes Jahr gerne“ zu den Jet-Flugtagen. Wie im Vorjahr hatte er seine Lockhead SR 71 mitgebracht – mit 4,50 m Länge, 2,35 m Spannweite und 35 Kilo Gewicht schon am Boden ein Hingucker. Und in der Luft erst: Mit 230 km/h düste der Jet, in dessen Original US-Kampfpiloten dreifache Schallgeschwindigkeit erreichen, über den Ganderkeseer Flugplatz.

Ein bisschen beschaulicher flogen die Maschinen von Oliver und Thorsten Maschke. Die Brüder aus Bremen und Wiemersdorf (Schleswig-Holstein) waren mit ihren Doppeldeckern am Start, einer Bücker-Jungmeister und einer Piper PH 18. Zusammen mit anderen Doppeldecker Piloten boten sie eine beeindruckende Kunstflugshow – zeitweise waren sieben Maschinen gleichzeitig in der Luft. „So etwas hatten wir hier auch noch nicht“, war selbst Reinhard Oetken beeindruckt.

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