Abenteuer:
5895 Meter dem Berggipfel entgegen

Marie-Charleen van den Hooven bestieg den Kilimandscharo in Afrika

Die 19-Jährige bereitete sich ein Jahr lang auf das Abenteuer ihres Lebens vor. Mit sieben weiteren Auszubildenden flog die angehende Hotelfachfrau nach Tansania.

Obenstrohe/Tansania Nicht jeder kann von sich behaupten, den höchsten Berg Afrikas bestiegen zu haben. Marie-Charleen van den Hooven aus Bockhorn hat genau das geschafft. Gemeinsam mit sieben weiteren Auszubildenden reiste die angehende Hotelfachfrau des Upstalsboom Landhotels Friesland jetzt nach Tansania, um den 5895 Meter hohen Kilimandscharo zu erklimmen.

„Ich wollte denen beweisen, die nie an mich geglaubt haben, dass ich durchaus an meine Grenzen gehen kann“, sagt die 19-Jährige über das Abenteuer ihres Lebens. Geschäftsführer Bodo Janssen möchte mit dem Projekt den Auszubildenden zeigen, wozu sie in der Lage sind.

Ein Jahr lang bereitete sich Marie-Charleen van den Hooven auf die Reise vor. Unterstützt und intensiv begleitet wurden die Auszubildenden von Extremsportler Hubert Schwarz. Jeder Teilnehmer erhielt seinen individuellen Trainingsplan. Gute Voraussetzungen brachte Marie-Charleen van den Hooven bereits mit: „Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Obenstrohe. Bei Wind und Wetter.“

Ende September absolvierte die Gruppe dann die große Generalprobe und bestieg die knapp 3000 Meter hohe Zugspitze. Dann wurde es für die Teilnehmer ernst.

Bergschuhe, Stirnlampe, Seesack, Rucksack, Trekkingstöcke und Handschuhe, die Checkliste der jungen Bergsteiger war lang. Nur das Nötigste konnten die Auszubildenden in ihren Rucksäcken verstauen. „Keiner von uns wusste, was ihn erwartet“, erzählt die Auszubildende im zweiten Lehrjahr.

Begleitet wurden sie von Bergführern. Sechs Tage dauerte der Aufstieg. Nachts schliefen sie in Holzhütten. „Es waren kleine Camps, wo auch gekocht wurde“, sagt 19-Jährige. Waschen konnte sich die Gruppe nur mit etwas heißem Wasser. Schwer zu kämpfen hatte Marie-Charleen van den Hooven mit der Kälte und der sauerstoffarmen Luft. „Ich hatte die ganze Zeit Kopfschmerzen“, berichtet die 19-Jährige. Hinzu kam oft Appetitlosigkeit. Etappe für Etappe erklommen sie den Berg. „Wir mussten darauf achten, dass wir möglichst viel trinken.“ Jeder habe dem anderen geholfen, freut sich die junge Frau.

Die letzte Etappe bis zum Ziel sei sie vor Erschöpfung wie in Trance gelaufen, erinnert sich Marie-Charleen van den Hooven. Schnee und Sturm erschwerten ihr den Aufstieg. „Zum Schluss hatten wir zweistellige Minusgrade“. Doch aufzugeben kam für sie nicht in Frage: „Ich wollte es unbedingt schaffen.“ Am sechsten Tag erreichten sie frühmorgens den Gipfel. „Man konnte über die Wolken sehen“, beschreibt die Auszubildende den beeindruckenden Augenblick.

Zwei Tage lang dauerte schließlich der Abstieg ins Tal, bevor die Tour mit einer gemeinsamen Safari abschloss. Sie sei über ihre Grenzen hinausgewachsen, meint Marie-Charleen van den Hooven. Was sie von ihrer Reise mitbringt, ist mehr als ein prall gefülltes Fotoalbum: „Durch diese Erfahrung habe ich gelernt, dass ich alles schaffen kann, wenn ich daran glaube.“

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Melanie Jepsen

Varel
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