26.09.2012

Schulen
Bildungsregion hilft bei Umsetzung der Inklusion

An fünf Schulen werden behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet

Arnold Rahel

Friesland Die Bildungsregion Friesland unterstützt die Haupt- und Realschule Zetel und die Oberschulen Bockhorn, Obenstrohe, Sande und Varel dabei, Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam zu unterrichten.

Seit Schuljahresbeginn werden an den fünf Schulen 28 Kinder mit Förderbedarf unterrichtet. Durch Besuche in den Grundschulen, die die Förderkinder besuchten, konnten die Lehrer Einblicke in integrativen Unterricht nehmen, so Volker Beier von der Bildungsregion Friesland.

Zudem erhielten die Schulen mit Beginn des Schuljahres zusätzliche Stunden für Förderlehrer. Für geistig behinderte Schüler wird ein vom Landkreis finanzierter Inte­grationshelfer eingesetzt.

Die Bildungsregion und der Landkreis unterstützen die Schulen mit je 250 Euro pro Schule für Fördermaterialien. Bis zu 600 Euro pro Jahr erhalten die Schulen von der Bildungsregion, wenn sie Fortbildungen im Bereich Inklusion durchführen.

Grund für die Bemühungen ist eine Änderung im Landesschulgesetz, wonach ab dem Schuljahr 2013/14 verpflichtend die so genannte „Inklusive Schule“ eingeführt wird. Das bedeutet, dass Eltern von Kindern mit Förderbedarf dann wählen können, ob ihr Kind in eine Förderschule oder eine Grundschule eingeschult wird. Gleiches gilt für Kinder, die in den fünften Jahrgang einer weiterführenden Schule wechseln.

In Friesland nehmen Beier zufolge bereits alle Grundschulen im Südkreis und einige im Nordkreis sowie die fünf weiterführenden Schulen behinderte Kinder auf.

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