Aktion:
Hilfeleistung der besonderen Art

Wangerooger Kulturgruppen sammeln Spenden für Flüchtlinge

Sehr kurzfristig haben verschiedene Gruppen etwas an der Zedeliusstraße aufgeführt. Die Spenden sind für die Organisation „Deutschland Hilft“ für Flüchtlinge.

Wangerooge Es war eine spontane Aktion, doch die hatte es in sich: Genau 2833,81 Euro haben Wangerooges Kulturgruppen für die Flüchtlings-Hilfsaktion „Deutschland hilft“ gesammelt. „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, freut sich Klaus Brüggerhoff, Initiator des Abends.

Er hatte die Spendenaktion kurzfristig angeregt – war umso erfreuter, dass alle zugesagt haben: So traten Dienstagabend an der Zedeliusstraße der Gospelchor, die Trommelgruppe, die Volkstanzgruppe, der Shantychor SchippRatz und die Inselcombo auf, um Spenden für Flüchtlinge zu sammeln. Die Feuerwehr sorgte für die Beleuchtung und Absperrung. Und auch Schüler der achten Klasse der Inselschule haben geholfen: Sie verteilten im Vorfeld Flyer und gingen am Abend mit Spendendosen von Zuschauer zu Zuschauer. „Die Leute waren sehr nett, alle haben etwas gegeben“, erzählt Ida Büchen (14): „Ich finde, die Flüchtlinge müssen eine faire Chance bekommen.“

„Mit der Hilfeleistung ist es auf der Insel ja nicht ganz so einfach – aber wir haben etwas getan – Spenden mit Unterhaltung gesammelt“, erzählt Brüggerhoff.

Auch Gabriele Hofmann, Mitglied der Inselcombo, der Trommelgruppe und des Gospelchors ist sehr zufrieden. „Mit der Aktion haben wir unsere Gemeinschaft präsentiert“, sagt sie. „Das, was auf Wangerooge möglich ist, haben wir getan. Herausgekommen ist ein toller Abend mit einer gigantischen Spenden-Summe.“

Um teilnehmen zu können, hatte die Volkstanzgruppe sogar einen anderweitigen Auftritt abgesagt. „Aber die Leute hatten Verständnis und viele von ihnen kamen dann zu dem Auftritt an der Zedeliusstraße“, berichtet Sigrid Kubiak von der Volkstanzgruppe.

Und auch die Sänger der SchippRatz waren sofort mit im Boot. „Als ich meinen Jungs davon erzählt habe, haben sofort alle zugesagt“, erzählt Lars Schrell. Besonders beeindruckt war er auch von den vielen Zuschauern. „Da wir ohne Mikro singen, haben wir alle Zuschauer herangeholt – und sie haben mitgemacht“, freut sich Schrell. „Es war eine Gute-Laune-Stimmung mit vielen Menschen.“

Die Schirmherrschaft der ganzen Aktion hat Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindner übernommen. „Die spontane Spendenaktion hat mich sehr gefreut, es war eine tolle Veranstaltung mit einem tollen Ergebnis“, so Lindner. „Es war einfach klasse, wie spontan unsere Kulturgruppen und auch die Feuerwehr ganz selbstverständlich mit Freude dabei waren – wir können richtig stolz sein.“

Für Yannik Fliegenschmidt (16) von der Jugendwehr war gar keine Frage, dass er mithilft und mit seinen Kameraden für Licht sorgt: „Das war selbstverständlich. Mir tun die Flüchtlinge leid“, sagt er.

Jede Gruppe trat etwa 20 Minuten lang auf. Und am Ende konnten auch die Zuschauer mitmachen: Thomas von Ahn strahlte mit einem Beamer Liedtexte auf eine Leinwand – so konnten alle gemeinsam singen.

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