Jugendbeteiligung:
Gestrüpp stört Würfe auf Korb

Hobby-Basketballer erhoffen sich Abhilfe von Politik

Der Basketballplatz im Freizeitgelände Jever wird von Sträuchern immer weiter eingeengt. Fehlgeworfene Bälle seien nicht wiederzufinden, beklagen die Jugendlichen.

Jever Der Basketballplatz neben der Skateranlage im Freizeitgelände Jever wächst immer weiter zu: Hecken und Bäume des dahinter liegenden Wäldchens erobern sich nach und nach den ursprünglich mehrere Meter breiten Grasstreifen am Spielfeld zurück.

Jugendforum

Am Sonnabend, 6. Februar, beginnt um 16 Uhr im Jugendhaus Jever am Dr.-Fritz-Blume-Weg 2 das zweite Jugendforum: Dann sollen Jugendliche ihre Wünsche und Vorstellungen zur künftig institutionalisierten Jugendbeteiligung vorstellen und diskutieren. Zu dem Jugendforum sind alle Jugendlichen willkommen.

Bereits Anfang September 2015 hatten die Hobby-Basketballer, die den Platz regelmäßig nutzen, deshalb übers Jugendhaus Jever bei der Stadtverwaltung um Abhilfe gebeten. Das Jugendhaus-Team betreut den Basketballplatz genau wie das Skaterfeld nebenan mit und ist Ansprechpartner für die Nutzer. „Wir unterstützen die Jugendlichen, wenn etwas getan werden muss“, sagt Jugendpfleger Detlef Berger.

Keine Reaktion von Stadt

Doch als offenbar nichts passierte und aus der Stadtverwaltung keine Reaktion kam, gingen die Basketballer nun einen anderen Weg: Tjark Waculik und Leon von Ewegen, die beide im Vorstand der Jungen Union aktiv sind und bei der Kommunalwahl am 11. September auf der CDU-Liste für den Stadtrat Jever kandidieren wollen, schalteten die jeversche CDU ein.

So schauten sich nun Stadtverbands-Vorsitzender Rainer Dabitsch und Fraktionschef Dr. Matthias Bollmeyer mit den Basketballern die Situation vor Ort an. „Die Nutzer des Basketballplatzes haben uns berichtet, dass das Umfeld des Platzes bisher nicht regelmäßig gepflegt wurde. Dadurch wird die Nutzbarkeit beeinträchtigt“, sagte Bollmeyer. So seien mehrfach Bälle nach Würfen im Gestrüpp verschwunden nicht mehr auffindbar gewesen.

Deshalb hat seine Fraktion jetzt beantragt, dass das an den Basketballplatz angrenzende Gehölz ebenso wie die Rasenflächen um den Platz herum zu Beginn und während der Nutzungszeit von März bis Oktober regelmäßig zurückgeschnitten wird. Außerdem soll in Absprache mit den Jugendlichen ein Ballfangzaun oder ähnliches in angemessener Höhe errichtet werden.

„Es geht hier nicht nur um eine Maßnahme der besseren Nutzbarkeit oder Bequemlichkeit“, fügte Dabitsch hinzu: „Von Ästen, die auf den Platz ragen, geht auch eine erhöhte Unfallgefahr aus.“ Deshalb müsse dort künftig regelmäßig gehandelt werden, zumal eine solche Maßnahme auch der Nutzungshäufigkeit des Platzes angemessen sei.

Nebenan auf dem Skaterplatz werden Jevers Skater übrigens regelmäßig selbst bei der Pflege ihrer Anlage aktiv. Das Gras auf den Wällen rund um den Skaterplatz und den Basketballplatz mäht der Bauhof regelmäßig.

Konzept für Pflege

Wie Irmgard Willms, Sprecherin der Stadtverwaltung Jever, auf Nachfrage der NWZ  mitteilte, ist im Bereich der beiden Plätze ohnehin ein Sturmschaden zu beseitigen. Bei diesen Arbeiten soll das Gesträuch am Rand des Skater- und des Basketballplatzes gleich mitgestutzt werden. Danach soll in der Verwaltung grundsätzlich erörtert werden, wie mit der Instandhaltung und Pflege des Bereichs künftig verfahren wird, sagte Irmgard Willms.

Unterdessen freut sich Jevers Jugendpfleger Detlef Berger über den Gang der Hobby-Basketballer zur Kommunalpolitik: „Das ist genau das, was wir mit verstärkter Jugendbeteiligung in Jever beabsichtigen: Dass Jugendliche sich für ihre Interessen einsetzen und aktiv werden, wenn der Schuh drückt“, sagt er.

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Melanie Hanz

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