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Jugend übernimmt Kommando

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Bundestag:
Jugend übernimmt Kommando

Varel Im Flur vor Raum 020 der Oberschule Varel wartet die Klasse 9a. Statt Englisch- Unterricht ist jetzt Wählen angesagt. Die 14 und 15 Jahre alten Jungen und Mädchen stimmen über die Kandidaten für den Deutschen Bundestag ab. „Politik muss sich auch um die Jugend kümmern, nicht nur um die Erwachsenen“, sagt Rieke Sieber (15). Bildungspolitik müsse auch Chancengleichheit für schwächere Schüler beinhalten. In ihrer Klasse gebe es viele Schüler mit Migrationshintergrund. Auch sie müssten von der Politik mitgenommen werden, damit sie in Deutschland eine Zukunft haben.

80 Jugendliche des Jahrgangs neun der Oberschule nehmen an der Aktion „Schüler wählen“ teil, zu der die Nordwest-Zeitung wie schon zur Landtagswahl nun auch zur Bundestagswahl aufgerufen hat. Die Schüler, die bei der Wahl am 22. September noch nicht volljährig sind und daher nicht wählen dürfen, bekommen bei der Schülerwahl eine Stimme.

„Für die Neuntklässler ist das Thema Wahlen Teil des Fachs Gesellschaftswissenschaften“, erklärt Lehrer Marco Schürhörster, selbst seit vielen Jahren Wahlhelfer in Varel. „Mit der Aktion lernen die Schüler kennen, wie eine Wahl organisiert wird und abläuft“, sieht er einen praktischen Nutzen über den Aspekt hinaus, sich mit den Parteien auseinanderzusetzen und sich eine Meinung zu bilden. Schürhörster hat die Wahl mit seinen Kolleginnen Johanna Kellner und Gabriela Bolatzki sowie einigen Schülern vorbereitet. Sie planen, dass künftig jeweils die neunten Jahrgänge die Schülerwahl für alle teilnehmenden Klassen der achten, neunten und zehnten Schuljahre vorbereiten.

Über Zeitung informiert

Drinnen im Raum 020 sitzt der jugendliche Wahlvorstand unter Leitung von Dominik Helms (15). Die acht Mitglieder kontrollieren die Identität der einzelnen Schüler, verteilen die Stimmzettel und achten eine ordnungsgemäße Abstimmung. Zwei Wahlkabinen sind aufgebaut. An der Wand hängen Zeitungsartikel über Kandidaten und politische Themen. „Ich lese jetzt mehr Zeitung“, erzählt Madita Engel (15) vom Wahlvorstand. „So kann ich mich besser informieren.“ Zuhause hat sie von der Schüleraktion erzählt und mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder, der bereits wählen darf, über die Bundestagswahl gesprochen. „Meine Mutter hat mir das eine oder andere über die Parteien erzählt“, sagt Madita. Umwelt ist für sie das wichtigstes Thema.

Jannik Schnitger (14) gehört auch dem Wahlvorstand an. „Ich habe mir am Sonntag das TV-Duell angeschaut, obwohl mich Politik ansonsten nicht so interessiert. Ich interessiere mich mehr für Technik und Sport.“ Sein Wahlvorstandskollege Niklas Modl-meir schaut sich dagegen schon mal die Nachrichten im Fernsehen an. „Die Euro-Debatte und die Schuldenkrise verfolge ich, die Bundestagswahl eher nicht.“

Neben ihm am Wahltisch sitzt auch Simon Huwald (14). Er sieht genauer hin, wenn im Fernsehen vom Rettungsschirm für verschuldete EU-Staaten die Rede ist und von den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Ihm ist wichtig, dass das Internet für alle unbegrenzt frei bleibt. Datenschutz sei da für ihn kein Widerspruch.

Partner bei Juniorwahl

Die Oberschule Arngaster Straße hat nicht nur an der Schülerwahl teilgenommen, sondern auch an der offiziellen „Juniorwahl“ unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Dabei machen die Schüler nicht auf Wahlzetteln ihr Kreuze, sondern stimmen per Computer ab. Dafür loggen sich die Jugendlichen mit Codes über die Rechner der Schulbibliothek in das Wahlprogramm ein. Die NWZ  und das bundesweite Schulprojekt „Juniorwahl“ haben zur Bundestagswahl eine Kooperation vereinbart. Als Partner ist auch die Landessparkasse zu Oldenburg dabei, die unter anderem NWZ -Abos für die Schulen gesponsert hat.


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