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Politik-Beteiligung:
Jugendliche aus Jever wollen eine Stimme

Jever Direkt am Eingang hängen große Plakate mit Überschriften wie „Ich gucke mir das ganze mal an“ oder „Mir hört doch eh keiner zu“. Und jeder Besucher darf Punkte dahin kleben, wovon er sich angesprochen fühlt. Mit am meisten Punkte kleben allerdings unter dem Satz „Ich möchte in Jever etwas verändern“. Denn das ist das Ziel einiger Jugendlicher in Jever. Im ersten jeverschen Jugendforum haben sie sich am Sonnabend darüber unterhalten, in welcher Form sie sich künftig beteiligen wollen.

Das Jugendforum

Zu einem nächsten Treffen, in dem es darum geht, in welcher Form sich die Jugendlichen künftig beteiligen, können alle Interessierten am Sonnabend, 6. Februar, um 16 Uhr ins Jugendzentrum Jever kommen.

Ein Jugendparlament

Wie berichtet, hatten sich bereits etwa 500 Jugendliche aus Friesland Gedanken über ihre Zukunft in der Region gemacht. Herausgekommen war die Idee, sich mit Unterstützung auf Kreisebene zu etablieren und ein Jugendparlament zu gründen.

Die Jugendlichen aus Jever wollten sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen und überlegen, ob diese Form auch in Jever möglich ist. Unterstützung bekamen sie dabei von Jugendpfleger Detlef Berger, Kreisjugendpflegerin Sandra Gudehus, dem Vorsitzenden des Stadtjugendrings Frank Kourim, Bürgermeister Jan Edo Albers und anderen Interessierten.

Gekommen waren allerdings nur neun Jugendliche. „Das sind zwar nicht so viele, aber das heißt nicht, dass wir nichts erarbeiten können“, betonte Albers. „Wir nehmen die, die das alles organisiert haben, sehr ernst. Die Sache ist es auf jeden Fall wert, das herauszukitzeln, was möglich ist.“ Dennoch soll die Form der Beteiligung nun an einem anderen Termin bestimmt werden, wenn – hoffentlich – mehr Jugendliche dabei sind.

So ging es in diesem ersten Forum erst einmal darum, die Idee bekannt zu machen. Detlef Berger begründete die geringe Anzahl der Jugendlichen nämlich damit, dass zu wenige davon gewusst hätten, nicht etwa, weil es zu wenig Interesse gebe. Dem stimmten auch die Jugendlichen zu. „Nur die Schüler am Mariengymnasium wurden auf die Veranstaltung angesprochen“, merkte Annika an.

In einem Gesprächskreis sammelten die Jugendlichen zunächst Ideen, wie man das Jugendforum weiter bekannt machen kann. Eine Idee war, dass die Jugendlichen selbst mehr Werbung machen. „Wenn wir Gleichaltrigen untereinander darüber reden und alle einladen, kommen vielleicht mehr als wenn Erwachsene dazu aufrufen“, sagte Felicia.

Eine andere Idee ist, eine Facebook-Gruppe zu gründen beziehungsweise eine Veranstaltungserinnerung auf dieser Plattform zu erstellen – so würden Jugendliche den Termin nicht vergessen.

Bürgermeister Albers zeigte sich gegenüber den Jugendlichen sehr interessiert und ergriff die Chance, herauszufinden, mit welchen Absichten sie überhaupt gekommen seien und welche Form der Jugendbeteiligung sie sich vorstellen könnten.

„Ich finde, es lohnt sich nur, wenn wir auch etwas bewegen können“, sagte Nils. „Es ist generell wichtig, dass die Jugendlichen eine Stimme haben und gehört werden“, fügte Hanna hinzu.

Renate Huckfeld vom Seniorenbeirat stellte auf Wunsch der Jugendlichen die Form ihrer Beteiligung im Seniorenbeirat vor. „Wir haben eine Gruppe, die ihre Interessen an zuvor gewählte Mitglieder weitergibt. In Ausschüssen sitzt dann ein beratendes Mitglied, das sie vertritt“, berichtete sie. Diese Form könne sie sich auch für die Jugendlichen vorstellen.

Antrag an Stadtrat

Detlef Berger betonte, dass zurzeit er als Stadtjugendpfleger noch Stimme der jungen Menschen in Jever sei. Wenn die Jugendlichen einen Wunsch haben, könnten sie sich an ihn wenden. „Aber ihr müsst überlegen, ob es für euch sinnvoller ist, wenn ihr selbst direkt etwas macht – natürlich mit Unterstützung.“

Er hob hervor: Wenn sich die Jugend jetzt nicht zu Wort meldet, bestehe die Gefahr, dass nur noch die Älteren etwas zu sagen hätten. „Wer soll sonst wissen, was Jugendliche wollen und sie interessiert? Wir dürfen die jungen Leute in Jever nicht verlieren.“ Mit Zustimmung der Jugendlichen wird der Stadtjugendpfleger deshalb einen Antrag an den Rat stellen, dass die Jugendlichen sich in irgendeiner Form beteiligen können.


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