Schule:
Ministerin lobt Bildungsregion Friesland

Kreis und Land erweitern Kooperationsvertrag – Frauke Heiligenstadt kündigt Investitionen an

Die Vernetzung von Ämtern und Schulen verbessere das Bildungsniveau. Das steigere die Chancen von Kindern.

Varel Der Landkreis verbessert sein Bildungsangebot. Am Mittwoch unterzeichneten Niedersachsen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) und Landrat Sven Ambrosy einen Kooperationsvertrag über die Weiterentwicklung der Bildungsregion Friesland. Diese werde dadurch weitere drei Jahre gestärkt und das Bildungsnetzwerk auch künftig kontinuierlich ausgebaut, sagte die Ministerin.

„Gute Bildungsangebote sind mitentscheidend für die Attraktivität und Stärke unserer Städte und Regionen. Deshalb unterstützt die Regierung die niedersächsischen Kommunen in ihrem großen und vielfältigen Engagement, für beste Lernbedingungen vor Ort zu sorgen“, betonte Frauke Heiligenstadt.

Das sind die Ziele

Die Aufgabenfelder der Bildungsregion Friesland:
 Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf/das Studium
 qualitative Entwicklung der Ganztagsschule
 Unterstützung einer erfolgreichen inklusiven Betreuung
 Begleitung der Kooperation zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen
 Erstellung eines Rahmenkonzeptes für die Schulsozialarbeit
 Verbesserung der Entwicklungschancen für Kinder mit Sprachproblemen
 Integration von Migranten und Flüchtlingen

2011 wurde die Kooperation für die Bildungsregion Friesland beschlossen. Ziel ist die systematische Vernetzung aller an Bildung Beteiligten, um so bessere Lern- und Lebenschancen der Kinder und Jugendlichen sowie eine Steigerung des Bildungsniveaus in der Region zu erreichen.

Das habe sich in der Praxis bewährt. „Die Bildungsregion ist kein bürokratisch abstraktes Konstrukt, sondern im schulischen Bereich aktiv wirksam“, sagte Andreas Michalke, Leiter der Oberschule Varel. Das mache sich in der Praxis vor allem bei den Themen Inklusion und Sprachförderung bemerkbar: „Es ist eine effektive Vernetzung von Ämtern mit Schulen.“

Frauke Heiligenstadt lobte den Landkreis Friesland für seine „Pionierarbeit“ als Bildungsregion: „Die Städte und Gemeinden schaffen gemeinsam gute Bildungschancen für Kinder.“ Die Ministerin kündigte an, dass das Land künftig 30 Millionen Euro jährlich für Inklusion in den niedersächsischen Kommunen investieren will. Ebenso sollen 100 Stellen für die schulische Sozialarbeit an den Grundschulen geschaffen werden. Landrat Sven Ambrosy nahm sie beim Wort und sagte: „Bildung ist die Basis für das kulturelle und soziale Zusammenleben in der Region.“


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