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Windkraft:
Liberale fordern mehr Schutz der Gesundheit

Jever Jevers Rat und Bürgermeister sollten sich bei der Nachbargemeinde Wangerland für einen ausreichenden Gesundheitsschutz der jeverschen Bürger einsetzen: Das fordern Jevers Liberale mit Blick auf die Pläne des Wangerlands, auf Flächen zwischen dem Abfallwirtschaftszentrum Wiefels und B 210 einen Windpark zu errichten.

Die FDP hatte jetzt die beiden jeverschen Bürgerinitiativen „Weitblick Sandelermöns“ und „Lebenswertes Jever“ eingeladen, um über ihre Forderungen von Mindestabständen zwischen Windrädern und Häusern von 1000 Metern zu diskutieren.

„Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 150 Metern – das ist mehr als doppelt so hoch wie der Schlossturm mit 67 Metern“, meint FDP-Sprecher Gerhard Werber: Der Rotationskreis der 23 bis 25 Windräder, die das Stadtgebiet von Jever im Westen und Süden möglicherweise einkreisen werden, betrage in der Spitze sogar 218 Meter.

„Das allgemeine Interesse an der Förderung von regenerativer Energie und die wirtschaftlichen Vorteile der Lobby müssen sorgfältig gegen die schutzwürdigen Interessen der Menschen, der Fauna, Flora, der Landschaft und der Touristen abgewogen werden“, forderte Gerhard Werber. Auch FDP-Vorsitzender Hendrik Theemann forderte, dass der Bau von Windkraftanlagen nicht weiter einseitig zu Lasten der Bürger gehen dürfe, die über die EEG-Umlage den Gewinn einiger Weniger finanzieren müssen: Einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt belaste das zurzeit jährlich mit mehr als 500 Euro.

Die Bürgerinitiativen befürchten, dass die Windkraftpläne sowohl in Jever als auch im Wangerland bereits in trockenen Tüchern sind: Beide Kommunen hatten im vergangenen Jahr Flächennutzungsplanänderungen eingeleitet, um Sonderflächen für Windenergie auszuweisen (die NWZ  berichtete).

Im Wangerland geht es um vier Sondergebiete, eins davon ist die Fläche bei Wiefels für bis zu fünf Windräder. In Jever geht es um Flächen im Dreieck Sandel-Sandelermöns-Grappermöns mit bis zu sechs Windrädern und Clevernser Sietwendung mit bis zu 20 Windkraftanlagen. Für beide Flächen gibt es bereits Betreibergesellschaften.

Wie Gerhard Werber als FDP-Sprecher mitteilte, waren sich die Teilnehmer an der Diskussionsrunde überwiegend darin einig, dass die bisher von den Kommunen angedachten Abstände zwischen Windanlagen und Wohnbebauung von 500 Metern an Außenstandorten in Sandel und von weniger als 1000 Metern zu den Häusern im Normannenviertel, Gleisdreieck und Lükenshof in Jever absolut unzumutbar sind. Die neu ins Bundesbaugesetz eingefügte Länderöffnungsklausel habe den Bundesländern die Chance eröffnet, Mindestabstände neu verbindlich festzulegen. Bayern habe davon Gebrauch gemacht und den Mindestabstand auf das Zehnfache der Nabenhöhe festgesetzt. Niedersachsen habe das bisher abgelehnt, so Werber.

Mit Blick auf mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Windräder appelliert er zudem an den Stadtrat, „keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, die unabsehbare Folgen mit irreparabelen Gesundheitsschäden verursachen können“.

Hinzu komme, dass durch die geplanten Windparks im Westen Jevers eine Stadtentwicklung über das Normannenviertel hinaus ein für allemal verbaut werde, so die FDP.

Die FDP-Fraktion im Rat will unterdessen mit einer Beschlussfassung zu Windenergie warten, bis das Ergebnis der Potenzialstudie offiziell ist.

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