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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mit Spaten, Sägen und Messern gegen den Wildwuchs

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Nationalpark:
Mit Spaten, Sägen und Messern gegen den Wildwuchs

WANGEROOGE Mit Spaten, Sägen und Hippen rücken 16 junge Leute aus Deutschland, Italien, Spanien, Türkei, Schweiz und sogar aus Südkorea noch bis Ende dieser Woche Pflanzen in der Wangerooger Dünenheide zu Leibe: Im freiwilligen Einsatz für den Nationalpark Wattenmeer entfernen sie eingeschleppte Pflanzen, so genannte Neophyten, die heimische Kostbarkeiten zu überwuchern drohen. Auch die Kleingewässer im Heidegebiet werden sorgfältig von Hand bearbeitet, um typischen Tieren und Pflanzen optimale Bedingungen zu sichern.

Pflanzliche Neubewohner der Insel wie die Amerikanische Traubenkirsche oder die Kartoffelrose müssen „mit Stumpf und Stiel“ entfernt werden, erklärt Imke Zwoch von der Nationalpark-Verwaltung: „Es reicht nicht, die oberirdischen Triebe und Stämme abzusägen, auch das Wurzelwerk wird ausgegraben.“ Um erneutes Austreiben zu stoppen, werden Stümpfe mit lichtundurchlässiger Folie abgedeckt, die in ein, zwei Jahren wieder entfernt wird.

Der Pflegeeinsatz läuft inzwischen im dritten Jahr – und deutlich seien Erfolge zu sehen: „Große Bereiche rund um die Kleingewässer sind frei vom Gestrüpp der Kartoffelrose, die Besenheide entfaltet sich mit frischen Trieben, das Bergsandglöckchen breitet seinen zartblauen Blütenteppich in den Dünen aus und Raritäten wie Strandling und Zwerg-Lein, die viel Licht und wenig Nährstoffe mögen, erobern die Kleingewässer zurück“, berichtet Imke Zwoch.

Vermittelt werden die jungen durch die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste, koordiniert wird der Einsatz von Nationalparkverwaltung und Mellumrat. Finanziert wird das Projekt maßgeblich von der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung und der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven.

Die Projektbetreuer bei der Nationalparkverwaltung, Norbert Hecker (Naturschutz) und Imke Zwoch (Freiwilligenprojekt), sind begeistert über die Unterstützung. Ihr großer Dank gilt auch der Inselgärtnerei, die sich um die Entsorgung der entfernten Gehölze kümmert.