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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Nordwesten gehört die Zukunft“

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Debatte:
„Nordwesten gehört die Zukunft“

Zetel In Zetel wurde in letzter Zeit viel über Windkraft gesprochen – zu Wort kamen auch oft die Kritiker, allen voran die Bürgerinitiative gegen den Windpark, der im Herrenmoor gebaut wird. „Wenn es um Windkraft geht, ist es viel zu oft eine Negativ-Debatte“, findet der Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies aus Sande. Er nutzte das Gespräch im neuen Jahr der Zeteler SPD dazu, seine positive Sicht auf das Thema Windenergie aufzuzeigen.

Die Zeteler SPD lädt immer im Januar zum Gespräch im neuen Jahr, diesmal waren Olaf Lies und Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EWE, zu Gast. Moderiert von Carola Schede, ging es am Freitagabend im Wehdehof in Zetel um das Thema „Energiewende – wohin geht die Reise?“.

Und wohin die Reise geht, stand für die Gäste auf dem Podium außer Frage: „Es gibt keine Alternative zur Energiewende“, sagte Matthias Brückmann. Und das sei keinesfalls eine Belastung, sondern für den Nordwesten Niedersachsens die denkbar größte Chance überhaupt, meinte Wirtschaftsminister Olaf Lies. Das müsse den Menschen dringend vermittelt werden.

„Energie Coast“

„Es muss uns gelingen aufzuzeigen, dass es um eine riesige Chance geht, Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist unsere Aufgabe, das Bild positiv zu zeichnen“, sagte Lies, und fing gleich damit an: Der Nordwesten habe wegen des Windes einen so enormen Standortvorteil, dass die Region das Potenzial habe, eine Art „Silicon Valley“ zu werden – eine Region, die für modernste Technik und Innovation bekannt ist und Unternehmer aus der ganzen Welt anzieht. Statt „Silicon Valley“ könnte der Nordwesten „Energie Coast“ heißen.

Mattias Brückmann sagte, sogar in Japan habe man erkannt, dass der Nordwesten Niedersachsens weltweit führend im Ausbau der Erneuerbaren Energien ist. „Das sollte uns stolz machen.“

Unter den rund 75 Gästen der Podiumsdiskussion saßen auch Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Windpark Herrenmoor. Lies sagte: „Natürlich habe ich Verständnis für die Betroffenheit. Aber wenn wir jedes Mal, wenn einzelne Menschen belastet werden könnten, davon absehen würden, Windparks oder Bahnstrecken zu bauen, gebe es in Niedersachsen jetzt keine Wirtschaft und keine Arbeitsplätze.“

„Sehe gerne Windräder“

Er selbst wohne neben einem Windpark. „Ich bin froh, dass meine Kinder in Sicht- und Hörweite eines Windparks aufwachsen. Sie kennen es nicht anders. Und es ist mir viel lieber, als wenn wir in Rodenkirchen neben dem Kernkraftwerk Unterweser wohnen würden. Ich schaue gerne auf die Windenergieanlagen, für mich sind das Zeichen für Zukunft und Erneuerung.“

Bürger müssten mehr an Windparks beteiligt werden, außerdem müsste die Chance, die die Region durch den Wind hat, besser kommuniziert werden, meinte Lies.

„Große Energieeffizienz“

Die Anmerkung der Mitglieder der Bürgerinitiative, dass der Betrieb der Windräder oft nicht effizient sei, ließ er nicht gelten. „Windenergie ist das Effizienteste, was es bei den Erneuerbaren Energien gibt. Am Anfang hatten wir viele kleine Anlagen, jetzt große Anlagen in Parkstruktur mit großer Energieeffizienz“, sagte Lies. Und auch der Ausgleich der Vertragsentgelte werde kommen, so dass die Lasten der Energiewende über alle Übertragungsnetzbereiche verteilt und dadurch gerecht umgelegt werden, sagte Lies. Das sei nur eine Frage der Zeit.

Im Publikum saß auch Dr. Simon Habben vom Vorstand der Energiegenossenschaft für Wittmund. Er sagte: „Auch wenn US-Präsident Trump sagt, es gibt keinen Klimawandel, der ist nun mal da. Und wir als Wohlstandsland stehen in der Verantwortung, die Energiewende umzusetzen.“