VAREL, 12. August 2010


Akten im September nach Osnabrück

Oowv-Affäre Rechtsbeistand für Zeugen


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Gegen Karl-Heinz Funke wird weiter ermittelt Archiv  Bild vergrößern

brw

Varel - Die Staatsanwaltschaft Osnabrück rechnet damit, dass die Polizei die Ermittlungsakten in der OOWV-Affäre im September übersendet. „Die Vernehmungen von Mitarbeitern des OOWV sind praktisch abgeschlossen“, sagte Dr. Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Die Vernehmungen der Mitarbeiter fanden regelmäßig mit einem vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband gestellten Rechtsanwalt als Zeugenbeistand statt. „Die Polizei will dann mit dem Abschluss der Akten beginnen und diese dann an die Staatsanwaltschaft übersenden“, sagte Retemeyer.

Die meisten der OOWV-Beschäftigten hätten von dem freiwilligen Rechtsbeistand Gebrauch gemacht, sagte OOWV-Sprecher Lutz Timmermann. Seiner Kenntnis nach sei die Zeugenvernehmung vorläufig abgeschlossen.


Ombudsmann engagiert
OOWV-Geschäftsführer Peter Kaufmann sagte zum weiteren Verlauf: „Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen ergeben.“ Der vom OOWV-Vorsteher Frank Eger beauftragte Ombudsmann Dr. Rainer Buchert hat keine zusätzlichen Hinweise über Unregelmäßigkeiten beim OOWV. Es seien keine weiteren Mitarbeiter belastet worden. Mit Buchert sei ein längerfristiger Vertrag abgeschlossen worden. Er wird den OOWV auch bei dem Aufbau eines sogenannten Compliance-Systems (verantwortungsbewusstes Handeln unter ethischen Prinzipien) beraten.

Zur Erinnerung: Der frühere Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes, Karl-Heinz Funke, war Ende 2009 von seinem Amt zurückgetreten, nachdem bekanntgeworden war, dass er sich die Kosten für seine Silberhochzeit im Jahr 2007 in Höhe von 8000 Euro vom OOWV hatte bezahlen lassen.


Mandate zurückgegeben
Der Verbandsversammlung gegenüber hatte Funke angegeben, es habe sich bei dem Posten um Bewirtungskosten unzufriedener Anlieger gehandelt. Gegen ihn und den damaligen OOWV-Geschäftsführer Hans-Peter Blohm ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsverdachts. Blohm soll mit Funkes Wissen überhöhte Gehaltszahlungen erlangt haben. Nach einigem Zögern hatte Funke schließlich seine Ämter und Mandate im Kreistag und im Vareler Rat zurückgegeben.

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