Funke: Auch die SPD hat mir einiges zu verdanken
Ehemaliger Minister reagiert auf Kritik aus den Reihen der Sozialdemokraten – „Pure Heuchelei“
Varel - Als „pure Heuchelei“ und „Spekulation auf das Vergessen“ hat Karl-Heinz Funke (Dangast) die Auffassung aus den Reihen der SPD bezeichnet, er hätte sich wegen der Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl der Diskussion stellen sollen. „Konnte ich nicht vom Landesvorsitzenden Olaf Lies und anderen in der Zeitung lesen – im Übrigen, ohne mit mir zu sprechen – dass ich nicht kandidiere solle?“, fragte Funke. Und weiter: „Hat nicht der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Jürgen Bruns, verschiedentlich in Gremien der SPD erklärt, dass er sich überlegen müsse zu kandidieren, wenn Funke auf der Liste steht? Habe ich ihm nicht geantwortet, dass ich damit zur Unperson erklärt würde?“
Mit diesen in Fragen gekleideten Aussagen reagierte Funke auf die Kritik von SPD-Mitgliedern, die sich enttäuscht über den Ex-Landwirtschaftsminister und Vareler Bürgermeister geäußert hatten, weil er am 11. September auf einer eigenen Liste für den Vareler Stadtrat kandidieren will.
Funke erklärte, dass er sich der Diskussion gestellt habe, obwohl er längst gewusst hätte, dass einige Genossen hinter seinem Rücken jegliche Kandidatur bekämpften. Insoweit habe auch nicht er mit der SPD, sondern die SPD mit ihm gebrochen.
Artikel: Karl-Heinz Funke aus Varel kommt zurück in die Politik
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Wie berichtet, hatte Funke im Vorfeld der Delegiertenwahlen zur Kommunalwahl bei seinem Ortsverein Dangastermoor schriftlich angefragt, wie der Vorstand zu seiner möglichen Kandidatur steht. Der hatte wegen des noch schwebenden Verfahrens in der OOWV-Affäre eine Kandidatur von Funke zurzeit abgelehnt. Einige Vorstandsmitglieder hätten laut Funke angeblich diese Entscheidung inzwischen bereut.
Als „Gipfel“ bezeichnete Funke die Aussagen von Georg Ralle. Der hatte einerseits die Kandidatur von Funke als „nicht in Ordnung“ bezeichnet und andererseits geäußert, dass Funke der SPD alles zu verdanken habe und nun gegen sie antrete. „Herr Ralle hat den Beschluss, dass ich nicht kandidieren soll, herbeigeführt und mir damit ein demokratisches Recht abgesprochen“, sagte Funke und fügte hinzu: „Auch die SPD hat mir einiges zu verdanken, und am meisten hat Ralle der SPD und mir zu verdanken.“
Im Übrigen gehe es seinen Kritikern nur vordergründig um das gegen ihn laufende Strafverfahren, so Funke. In Wirklichkeit wolle man sich „nicht im an den Tag gelegten Opportunismus stören lassen“.
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