Fußball -
Auch VfL Osnabrück droht in 3. Liga die Insolvenz

Stadt verlangt Ausgliederung der Profis – Staatsanwalt ermittelt gegen Pleite-Club Aachen

Osnabrück Ungeachtet des sportlichen Höhenflugs liegt Fußball-Drittligist VfL Osnabrück auf der Intensivstation. Nach dem neuerlichen Minus von 926 000 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr steht der Verein vor dem finanziellen Kollaps. Sollte die vom Präsidium angestrebte Ausgliederung der Profifußballer scheitern, dürften beim Tabellenführer wohl die Lichter ausgehen.

Nur wenn die Stadt dem klammen Verein, dessen Schuldenberg sich inzwischen auf rund neun Millionen Euro angehäuft hat, unter die Arme greift, ist eine Insolvenz noch zu vermeiden. Die Politik fordert, dass der Club im zweiten Teil seiner Mitgliederversammlung am 9. Dezember die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung beschließt. Nur dann würde die Stadt die rund 7,6 Millionen Euro für die Stadion-Immobilie samt Schulden hinblättern, um sie dann wieder an den Club zu vermieten. Die Zustimmung zu einer solchen Satzungsänderung bedarf allerdings einer Dreiviertelmehrheit – und die ist noch lange nicht sicher.

Beim Osnabrücker Ligarivalen Alemannia Aachen, der wegen Schulden in Höhe von 4,5 Millionen Euro in dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen will, ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft. Hintergrund ist der Verdacht auf Insolvenzverschleppung.

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