Dfb-Pokal:
BVB lehnt Oldenburg als Spielort ab

Bundesligist favorisiert Weserstadion für Oberneuland-Partie – Marschwegstadion zu klein

Der BVB will sich an den Kosten für die Stadionmiete beteiligen. Oberneulands Geschäftsführerin war am Donnerstag in Oldenburg.

OLDENBURG Die Chancen, dass das DFB-Pokal-Spiel zwischen dem Fußball-Regionalligisten FC Oberneuland und dem Bundesligisten Borussia Dortmund in Oldenburg ausgetragen wird, sind gesunken. Nach Angaben von FCO-Geschäftsführerin Karen Micheli bevorzugt der BVB das Bremer Weserstadion als Ausweichmöglichkeit und ist daher auch bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

Wie berichtet, möchte der FCO für die für Sonnabend, 18. August, um 15.30 Uhr angesetzte Erstrundenpartie gegen den deutschen Meister und Pokalsieger in ein anderes Stadion umziehen. Das Stadion des Bremer Stadtteilclubs ist mit einer Kapazität von 5000 Plätzen zu klein für ein Spiel dieser Größenordnung.

Bisher hatte das Oldenburger Marschwegstadion als Favorit der Oberneuländer gegolten, weil die Option Weserstadion zu teuer erschien. Noch am Donnerstagvormittag hatte sich Karen Micheli bei einem Ortstermin mit Vertretern des Oldenburger Sportbüros einen Eindruck von den Gegebenheiten im Marschwegstadion verschafft. „Von unserer Seite spricht also nichts dagegen. Wir würden uns freuen, wenn der FC Oberneuland dieses attraktive Spiel in Oldenburg austrägt“, sagte Stadtsprecher van Hooven.

Doch scheinen den BVB-Verantwortlichen die Überlegungen, in Oldenburg zu spielen, nicht recht zu sein. Sie boten Oberneuland eine Beteiligung an den zu erwartenden Kosten von rund 150 000 Euro an. Grund dürfte sein, dass der BVB möglichst vielen Fans die Möglichkeit bieten will, die Partie zu sehen. Allein 10 000 BVB-Anhänger werden zu dieser Partie erwartet. Das Weserstadion hat eine Kapazität von 42 100 Plätzen, das Marschwegstadion fasst 15 200 Zuschauer. Darüber, wie viel den FCO die Austragung der Partie in Oldenburg kosten würde, wollte Stadtsprecher van Hooven keine Auskunft geben.

Nun will der FC Oberneuland das Gespräch mit dem SV Werder und der Weserstadion GmbH suchen, um die Kosten für den Spielort Weserstadion auszuloten. Sollte der BVB mehr als die Hälfte der Kosten für das Weserstadion übernehmen, wäre Oldenburg wohl aus dem Rennen. Mit einer Entscheidung ist Anfang nächster Woche zu rechnen.

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Christopher Deeken

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13.07.2012
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