Europa League:
Dortmund ignoriert Störfeuer

Wechsel-Gerüchte um zwei Stars vor Hinspiel gegen Tottenham

Angebliche Millionen-Offerten für Gündogan und Aubameyang lassen BVB-Coach Tuchel kalt. Leverkusen gastiert in Villarreal.

Dortmund Gündogan für 30 Millionen Euro zu Manchester City, Aubameyang für gar 100 Millionen zu Real Madrid – in den Medien blühen die Spekulationen über die Zukunft von Dortmunder Stars. Solche Schlagzeilen kommen einen Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Tottenham Hotspur höchst ungelegen. Trotz dieser Störgeräusche reagierte Thomas Tuchel gelassen: „Das beeinträchtigt meine Laune in keinster Weise.“ Die Vorbereitung auf das erste Duell mit den Spurs an diesem Donnerstag (19 Uhr/Sky) sei dadurch nicht gestört.

Fünf Deutsche Fußballer spielten für Tottenham

Jürgen Klinsmann (51) ist der bekannteste deutsche Fußball-Profi, der für die Tottenham Hotspur auflief. In der Saison 1994/95 erzielte der damalige deutsche Nationalstürmer 21 Tore für den Club aus London und erlangte trotz anfänglicher Skepsis schnell Kultstatus bei den Fans. Im Winter 1997 wechselte Klinsmann zurück nach Tottenham, wo er ein halbes Jahr später seine Spieler-Karriere beendete. Legenden-Status bei den Spurs besitzt Steffen Freund (46), der von 1999 bis 2003 für Tottenham aktiv war. Christian Ziege (44) trug von 2001 bis 2004 das Trikot der Spurs. Ein einjähriges Gastspiel an der White Hart Lane gab Lewis Holtby (25) von Januar 2013 bis Januar 2014. Erster deutscher Spieler bei Tottenham war Max Seeburg (1972 mit 88 Jahren verstorben) in der Saison 1907/08.

Fotos von einem Treffen zwischen dem künftigen ManCity- und derzeitigen Bayern-Trainer Pep Guardiola und Gündogans Berater Ilhan Gündogan (der Onkel des Spielers) am Montag in Amsterdam lassen Fußball-Lehrer Tuchel kalt. Er sieht den BVB in den Verhandlungen mit Nationalspieler Ilkay Gündogan nicht chancenlos: „Ich bin mir sicher, dass er sehr genau spürt, welche Wertschätzung er in diesem Club hat.“ Die Gerüchte um Reals 100-Millionen-Euro-Offerte für Pierre-Emerick Aubameyang nannte Sportdirektor Michael Zorc „völligen Quatsch“.

Nichts soll die Vorfreude auf die Partie gegen den Tabellenzweiten der Premier League stören. „Das ist ein geiles Los“, meinte BVB-Kapitän Mats Hummels. „Der Klang der Namen, die Tradition beider Teams, die Stadien haben ein besonderes Flair“, befand Tuchel. Tottenham stellt die drittbeste Offensive und die beste Abwehr der Premier League.

Derweil soll Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt nach seiner verbüßten Sperre die kriselnde Werkself beim FC Villarreal wieder auf Erfolgskurs bringen. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um Motivation für das Bundesligafinale zu bekommen“, forderte Geschäftsführer Michael Schade vor dem Duell beim spanischen Tabellen-Vierten an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Sport 1). Nach dem von Schmidt provozierten Eklat gegen Dortmund und dem gegen ihn verhängten Innenraumbann verlor Bayer drei Partien und stürzte auf Rang acht ab.

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10.03.2016
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