Fußball:
Für Budenzauber macht Oenning Pause vom neuen Job

Früherer Bundesliga-Trainer spielt mit Hamburger SV beim Traditionsturnier in Oldenburg

Oldenburg Michael Oenning will unbedingt in Oldenburg spielen. „Ich werde alles versuchen, um dabeizusein. Und ich glaube, dass es klappt“, sagt der 50-Jährige, der an diesem Sonnabend (18 Uhr) die Auswahl des Hamburger SV beim Turnier der Traditionsmannschaften in der großen EWE-Arena verstärken will.

Dass Oenning beim Wettbewerb um den „Cup der Öffentlichen Versicherungen“ aufläuft, ist keinesfalls selbstverständlich. Erst vor wenigen Tagen unterschrieb er einen Vertrag beim ungarischen Erstligisten Vasas Budapest. Dort wartet eine Menge Arbeit auf den aus Coesfeld (Westfalen) stammenden Trainer, schließlich steckt der Verein tief im Abstiegskampf. „Natürlich habe ich dort jetzt einige Dinge zu regeln“, sagt er: „Die Einsätze in der Traditionsmannschaft machen aber jedes Mal sehr viel Spaß. Ich will bei dem Turnier mitmachen.“

Oenning spielt für die HSV-Traditionsmannschaft, obwohl er als Aktiver nie für die Hamburger auflief. Schon sehr früh arbeitete er hauptberuflich als Trainer, zunächst für den Württembergischen Fußball-Verband und später, 2011, auch für den HSV in der Bundesliga. Durch jene Zeit hat er heute die Bindung an die Traditionsmannschaft.

In dieser lediglich sechsmonatigen Amtszeit als HSV-Chefcoach hatte Oenning auch einen Auftritt in Oldenburg. Am 30. Juli 2011 trat der Bundesligist zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim VfB Oldenburg an. Vor 15 500 Zuschauern im ausverkauften Marschwegstadion mühte sich der große Favorit zu einem 2:1-Sieg. „Da haben wir uns sehr schwer getan“, erinnert sich Oenning: „Es herrschte eine tolle Atmosphäre im Stadion. Wir steckten fast noch in der Vorbereitung und sind in jenem Spiel eben nur so hoch gesprungen, wie ein gutes Pferd springen muss.“

Nach seiner Entlassung beim HSV arbeitete Oenning bei der deutschen Studenten-Nationalmannschaft. Der Deutsche Fußball-Bund setzt dieses Team im Ausland als eine Art Botschafter ein.

Die in Oldenburg spielende HSV-Auswahl wird von Ex-Profi Thomas Vogel (u.a. SC Freiburg, Hamburger SV) zusammengestellt. Er kündigt an, dass neben Oenning auch Stefan Schnoor, Lothar Dittmer und Vogel selbst zum Team zählen werden. Der Einsatz von Vahid Hashemian ist dagegen fraglich, er verletzte sich am vergangenen Wochenende beim Turnier in Lingen am Oberschenkel.

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