Fußball:
VfB macht trotz Unterzahl nächsten Schritt

Oldenburger vergrößern durch 1:0 in Lüneburg Vorsprung an Tabellenspitze der Regionalliga

Nach der frühen Gelb-Roten Karte für Maycoll Canizales-Smith schoss Alessandro Ficara den Siegtreffer. Der Verfolger aus Flensburg patzte gegen Hannovers U 23.

Lüneburg Unaufhaltsam steuern die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg der Meisterschaft und der damit verbundenden Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch ließ sich am Sonntagnachmittag in einem intensiven Duell beim Lüneburger SK auch in Unterzahl nicht stoppen. Der Spitzenreiter bezwang die jetzt auf Rang zwölf gerutschten Gastgeber, die zuvor nach der Winterpause noch ungeschlagen geblieben waren, durch einen sehenswerten Treffer von Alessandro Ficara (47.) mit 1:0 (0:0).

„Wir wussten, was uns hier erwartet. Der LSK ist auf eigenem Platz schwierig zu bezwingen. Geduld ist gefragt – und die haben wir bewiesen“, resümierte Hirsch gewohnt nüchtern, nachdem der Jubel im Team und unter den 200 mitgereisten Fans darüber abgeebbt war, dass Verfolger Flensburg zeitgleich nicht über ein 0:0 gegen die U 23 von Hannover 96 hinausgekommen war.

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Dietmar Hirsch (VfB-Trainer): Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Natürlich hatten wir beim Tor Glück, aber wenn man oben in der Tabelle steht, dann ist das manchmal so. Elard Ostermann (LSK-Trainer): Der VfB ist einfach clever, abgezockt und schwierig auszurechnen. Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber wir haben nur ein Tor zugelassen – das nehmen wir als Positives mit. Dennis Engel (VfB-Abwehrspieler): Nach der Gelb-Roten Karte haben wir uns in der Halbzeitpause gesagt: Jetzt erst recht! Mit Kampf und viel Einsatz haben wir uns auch den Sieg verdient.

Der VfB hatte sich auf einem Rasen, der diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient hatte, in der ersten Halbzeit gegen die dicht gestaffelte Fünfer-Kette schwer getan hatte. Die Oldenburger fanden zunächst kein Mittel und mussten zudem in der 42. Minute die Gelb-Rote Karte für Linksverteidiger Maycoll Canizalez-Smith verdauen.

Trotz Unterzahl zeigte der VfB, der nunmehr seit 21 Ligaspiele ungeschlagen ist (16 Siege, 5 Remis), nach dem Seitenwechsel sein wahres Gesicht. Die Kombinationen liefen gefälliger, dass nur neun Feldspieler im blauen Trikot auf dem Feld standen, fiel kaum auf. Hirsch hatte nach der Halbzeit Moritz Steidten für Marius Winkelmann ins Spiel gebracht, der mit seiner energischen Spielweise wie ein Wachmacher für den Rest der Truppe wirkte.

Gleich der erste Angriff nach der Pause brachte die Führung. Ficara zog in der 47. Minute aus 22 Metern ab, und der Ball senkte sich unhaltbar hinter dem ein wenig zu weit vor dem Tor stehenden LSK-Keeper Maximilian Wulf ins Netz. „Ich wollte heute unbedingt treffen“, freute sich der 25-jährige Dribbler nach dem Spiel und ergänzte: „Dass ich den Treffer mit rechts erzielt habe, ist schon etwas Besonderes, denn eigentlich bin ich ein Linksfuß.“

Mit der Führung im Rücken fand der VfB zu seinem Spiel. Die Lüneburger mussten ihrerseits ihre massive Deckung lockern, so dass die Fans beider Lager nun ein munteres Spiel zu sehen bekamen. Beide Mannschaften waren dabei in ihren Zweikämpfen nicht gerade zimperlich. Viele Fouls, die nicht immer nach den Wünschen der beiden Trainer vom Schiedsrichter geahndet wurden, bestimmten über weite Strecken die Begegnung.

Lüneburgs Kwasi Okyere Wriedt, der die Torschützenliste der Regionalliga Nord mit 18 Treffern vor Kifuta Kiala Makangu (VfB, 15) und Dino Medjedovic (U 23 des VfL Wolfsburg, 15) anführt, bewies bei drei Torschüssen seine Qualität, doch insgesamt ließ die Oldenburger Defensive um den erneut guten Keeper Dominik Kisiel wenig zu.

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