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Viele Kandidaten aus Werder-Schule

Bremen sucht mögliche Nachfolger von Klaus Allofs – Neuer Manager tritt schweres Erbe an

Aussichtsreicher Kandidat ist Dietmar Beiersdorfer. Zudem könnte Frank Baumann weitere Aufgaben übernehmen.

Bremen/Oldenburg Eigentlich war Ex-Nationalspieler Hansi Müller erste Wahl, aber der Schwabe wollte seine Kinder nicht auf ein Bremer Gymnasium schicken. Und auch der Nachwuchs von Rune Bratseth mochte lieber in Norwegen bleiben, weshalb der Vater dort seine Arbeit fortsetzte. Klaus Allofs war also nicht der Wunschkandidat, als er am 13. Juli 1999 neuer Manager von Werder Bremen wurde – vorsichtshalber nur mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet.

Mittlerweile arbeitet der 55-Jährige im 14. Jahr an der Weser, aus dem Manager wurde das Vorstandsmitglied Profifußball und ab 2009 der Vorsitzende der Geschäftsführung. Eine unter dem Strich sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Ära, die für ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit dem Wechsel zum VfL Wolfsburg enden wird. Am Dienstag prüfte Allofs nach Angaben der „Wolfsburger Nachrichten“ die Möglichkeit, ablösefrei zum VfL zu wechseln.

Die Kompetenzen, die Allofs im Laufe der Jahre sammelte, werden bei einem Abschied wohl auf mehrere Personen verteilt. Die Chancen der möglichen Kandidaten:

Frank Baumann (37): Der ehemalige Werder-Profi wurde nach seinem Karriereende 2009 Assistent von Geschäftsführer Allofs. Gut möglich, dass er den nächsten Schritt macht und im Management aufrückt.

Marco Bode (43): Der Bremer Ehrenspielführer wurde gerade erst in den Werder-Aufsichtsrat gewählt. Ein Wechsel ins Management ist auch aufgrund fehlender Erfahrung unwahrscheinlich.

Dietmar Beiersdorfer (48): Als Sportchef des Hamburger SV wurde der Ex-Nationalspieler eine feste Größe im Bundesliga-Geschäft. Nach einem kurzen Engagement beim Großsponsor Red Bull arbeitet der ehemalige Verteidiger – er spielte unter anderem beim HSV und bei Werder – nun bei Zenit St. Petersburg. Vieles spricht für einen Wechsel nach Bremen. Dort müsste sich Beiersdorfer aber wieder an andere finanzielle Möglichkeiten gewöhnen als in Russland.

Valérien Ismael (37): Der Franzose beendete seine Karriere vor einigen Jahren bei Hannover 96 und wurde dann im gleichen Club Assistent im Management. Diesen Karriereweg verfolgte der ehemalige Bremer Profi dann aber nicht weiter. Stattdessen wurde er vor einem Jahr in Hannover Trainer der zweiten Mannschaft. Eine Rückkehr zu Werder ins Management ist daher unwahrscheinlich.

Jens Todt (42): Auch er hat wie die übrigen Kandidaten eine Vergangenheit als Werder-Profi. Nach dem Karriereende arbeitete er bei mehreren Clubs im Nachwuchsbereich, ehe er auf die Management-Schiene umschwenkte. So ist der Ex-Nationalspieler derzeit Sportdirektor und Vorstandsmitglied beim Zweitligisten VfL Bochum. Gut möglich, dass er irgendwann wieder nach Bremen kommt.

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Aussichtsreicher Kandidat ist Dietmar Beiersdorfer. Zudem könnte Frank Baumann weitere Aufgaben übernehmen.
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14.11.2012
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