Partie Gegen Mainz 05:
Werder braucht im Endspurt Heimstärke

Nur zweimal hat Werder in dieser Saison zuhause gewonnen. In der Schlussphase kommt es aber gerade auf die Spiele vor den eigenen Fans an.

Bremen/Oldenburg Wie schnell die Atmosphäre bei einem Fußball-Bundesligisten kippen kann, ist am Beispiel Werder Bremen gut zu erkennen. Nach sieben Punkten aus den drei Partien zuvor herrschte so etwas wie Aufbruchsstimmung an der Weser. Wohl jeder hatte zwar vor dem Gastspiel beim FC Bayern eine Niederlage einkalkuliert. Und doch war das Entsetzen ob es trost- und mutlosen Auftritts bei der auch in der Höhe verdienten 0:5-Klatsche Spielern, Verantwortlichen und Trainerteam anzumerken.

Die Schmach von München und das Abrutschen auf Platz 15 führte allen Beteiligten schmerzlich vor Augen, dass Werder noch lange nicht gerettet ist. „Heute werden wir uns über das Spiel ärgern, ab morgen fokussieren wir uns voll auf die nächste Aufgabe“, versuchte Mittelfeldspieler Florian Grillitsch sich nicht zu lange mit dem Debakel an der Isar aufzuhalten.

Jene Aufgabe heißt an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) zunächst Mainz 05 – Tabellensechster, schon mit fünf Erfolgen auf des Gegners Plätzen und damit der schwierige Auftakt zu einem Restprogramm, dass es durchaus in sich hat. Weil danach zunächst die zweiwöchige Länderspielpause ansteht und es anschließend für Werder bei Borussia Dortmund zum nächsten „Über-Team“ der Liga geht, kommt der Heimpartie gegen die Rheinhessen eine besondere Bedeutung zu.

„Mainz ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, da wollen wir unbedingt einen Heimsieg einfahren, um uns und den Fans zu zeigen, dass wir es viel besser können“, betonte Innenverteidiger Jannik Vestergaard. Verliert Werder aber gegen die konterstarken Mainzer und holt sich dann die zu erwartende Niederlage in Dortmund ab, könnte das Skripnik-Team ganz schnell mit nur 27 Punkten in den Endspurt dieser Saison gehen.

In diesem hat Werder einen echten Vorteil – aber nur, wenn dank des jüngsten 4:1-Heimerfolges gegen Hannover 96 der Knoten im Weserstadion tatsächlich geplatzt ist und die Mannschaft ihre Heimstärke wiederentdeckt. Vier der sechs letzten Saisonspiele bestreiten die Bremer, die zuhause erst zwei Dreier eingefahren haben, vor ihren eigenen Fans. Gegen Augsburg, Wolfsburg, Stuttgart und Frankfurt muss Werder beweisen, dass man erstklassig ist. Zwischendurch stehen noch das Nordderby beim Hamburger SV und die Auswärtspartie beim 1. FC Köln an.

„36 Punkte reichen für den Klassenerhalt. Also noch drei Siege – das schaffen wir“, hatte Sportchef Thomas Eichin kürzlich vorgerechnet. Um die Erfolge einzufahren, würde Werder nur all zu gerne auf Claudio Pizarro zurückgreifen. Der Peruaner wird jedoch weiter in München an den verletzten Adduktoren behandelt, soll am Mittwoch individuell in Bremen trainieren. „Dann werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagte Skripnik, und gab zu, dass ihm das Thema „Kopfschmerzen bereitet. Wir machen uns Sorgen.“

Fin Bartels soll hingegen an diesem Dienstag nach seinem fiebrigen Infekt wieder ins Teamtraining einsteigen.

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Lars Blancke

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Nur zweimal hat Werder in dieser Saison zuhause gewonnen. In der Schlussphase kommt es aber gerade auf die Spiele vor den eigenen Fans an.
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15.03.2016
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