Fußball:
Wolfsburger Profis erinnern an Junior Malanda

Unfalltod jährt sich zum ersten Mal – Tumulte bei Mainzer Testspiel – Zinnbauer holt Gaudino

Wolfsburg/Lagos/St. Gallen Mit einer Schweigeminute hat Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg an Junior Malanda erinnert. Am Sonntag jährte sich der Unfalltod des belgischen Profis zum ersten Mal. Im Alter von 20 Jahren war er bei einem Autounfall am 10. Januar 2015 ums Leben gekommen.

„Man geht nicht direkt zur Normalität über, wenn man weiß, dass einer nicht mehr da ist, der eigentlich da sein sollte“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking nach der Vormittagseinheit. Zuvor hatte der Coach in Lagos an der Algarve eine Ansprache gehalten. Danach versammelten sich alle Spieler schweigend im Kreis. Die Einheiten absolvierten die Profis zudem im Trainingsleibchen mit einer 19 – der Rückennummer Malandas – auf einem grünen Herzen. Unterdessen bestätigte Manager Klaus Allofs, dass der Club gegen den Unfalltod versichert gewesen sei. „Das steht aber in keinem Verhältnis zum menschlichen Wert des Spielers“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Unter unerfreulichen Umständen ist das Testspiel von Mainz 05 gegen den belgischen Spitzenclub Standard Lüttich beendet worden. Die Partie in Marbella (Spanien) drohte am Sonnabend in der 80. Minute beim Stand von 3:0 für Lüttich wegen eines Handgemenges abgebrochen zu werden. Ein Lüttich-Profi hatte den Mainzer Christoph Moritz rüde gefoult. Daraufhin liefen die Ersatzleute beider Teams auf das Feld, ein Standard-Profi verpasste 05-Verteidiger Henrique Sereno einen Schlag in den Rücken.

Der Mainzer Trainer Martin Schmidt wollte sein Team vom Feld holen. Nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter wurde die Partie jedoch fortgesetzt. Schmidt kritisierte vor allem seinen Kollegen Yannick Ferrera: „Er hat seine Spieler aggressiv gemacht.“

Geräuschlos ging derweil der Wechsel von Gianluca Gaudino über die Bühne. Meister Bayern München verlieh das Talent – Sohn des früheren Nationalspielers Maurizio Gaudino – für eineinhalb Jahre an den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen. Somit wird der 19-Jährige künftig unter Joe Zinnbauer trainieren. Der ehemalige Coach des VfB Oldenburg und des Hamburger SV steht seit Herbst bei den Schweizern unter Vertrag.

Bundesligist Eintracht Frankfurt zeigte sich im Trainingslager in Abu Dhabi in Torlaune. Mit 5:1 (2:1) setzte sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh gegen den saudi-arabischen Club al-Ahli Dschidda durch. Alexander Meier, Szabolcs Huszti, Luca Waldschmidt und Mijat Gacinovic trafen für die Eintracht, bei der die Winter-Zugänge Huszti und Marco Fabian erstmals zum Einsatz kamen.

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