CLOPPENBURG, 4. Oktober 2011


Mit sechs Schwertransportern nach Rumänien

Bis E.m.s. Anlage zur Gastrocknung auf Weg gebracht – 60 Referenzprojekte derzeit in ganz Europa


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Weiter Weg: Die Geschäftsführer (von links) Theodor Osteresch und Karsten Hoffhaus vor Teilen einer Maschine zur Gastrocknung, die nach Rumänien geliefert wird. BILD: Mikulski  Bild vergrößern

von Tanja Mikulski

Cloppenburg - Bis vor kurzem stand sie noch in ihre Einzelteile zerlegt auf dem Werkshallengelände der BIS E.M.S GmbH in Cloppenburg: Eine Anlage zur Gastrocknung, die nach Rumänien geliefert wurde. Die Anlage wurde in Cloppenburg geplant, montiert, geprüft und für die Reise nach Rumänien wieder auseinandergebaut. Sechs Schwertransporter waren nötig, um die Einzelteile auf den Weg schicken zu können. „Über 60 Referenzprojekte haben wir derzeit in Europa“, sagt Karsten Hoffhaus, der zusammen mit Theodor Osteresch die Geschäfte führt.

Die 1975 gegründete Firma BIS E.M.S gehört zur weltweit operierenden Bilfinger Berger Industrial Services Gruppe (BIS Group). Das Unternehmen bietet Dienstleistungen an, die den gesamten Lebenszyklus von Industrieanlagen begleiten. Dazu gehören Beratung, Entwicklung, Planung, Bau, Montage, Inbetriebnahme sowie Instandhaltung. Tätig ist BIS E.M.S. in den Bereichen Erdgas-, Biogas- und Ölindustrie sowie Chemische-, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

In Buseck (Landkreis Gießen) fertigt die BIS E.M.S verfahrenstechnische Systeme unter dem Produktnamen „dmt“. Hier werden Dosierpumpen, Schlaufenmischer, Odorieranlagen, Dosiersysteme und komplette Anlagen hergestellt.

Seit 2010 gehört auch die TWP Ingenieurbüro GmbH zum Unternehmen. Neben dem Hauptsitz in Cloppenburg gibt es bundesweit neun Stützpunkte sowie in Viareggio/Italien und in Cernavoda/Rumänien je eine Außenstelle. „BIS E.M.S. expandiert und festigt so seine Position als Spezialist im Bereich der Gasttechnik. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen mit Konzernanbindung“, sagt Hoffhaus. „Europaweit und in Nordamerika verfügt die BIS Gruppe über mehr als 130 Standorte.“

BIS E.M.S. hat zusammen mit BASF ein Verfahren zur Biogasaufbereitung entwickelt. So kann das Biogas in das Erdgasnetz eingespeist werden. Derzeit sind zwei Biogasaufbereitungsanlagen in Sachsen-Anhalt in Betrieb, die mit einem Durchsatz von je 6000 Normkubikmeter pro Stunde die weltweit größten Anlagen sind.

Für Berufseinsteiger bietet BIS E.M.S. Ausbildungen in technischen und kaufmännischen Bereichen sowie in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft BIS ein Duales Studium im Bereich der industriellen Instandhaltung an. Osteresch: „Wir sind immer bemüht, fähige, junge Mitarbeiter einzustellen und zu fördern und arbeiten eng mit Schulen zusammen. Hierzu gehören neben Schulpraktika auch die Betreuung von Schülern aus den Leistungskursen Physik und Chemie. Über Projekte werden sie an die praktischen Arbeiten herangeführt.“

BIS E.M.S. steht in engem Kontakt zu Hochschulen. Für die Universität Duisburg-Essen wird zurzeit eine Versuchsanlage zur Abscheidung von Kohlenstoffdioxid aus Rauchgasen im Rahmen eines Forschungsprojekts gefertigt. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten konnten wir dem Fachkräftemangel bisher gut entgegenwirken“, sagt Osteresch.

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