LEER, 4. Oktober 2011


Öfen und Heiztechnik aus einem Guss

Leda Das Unternehmen setzt auf CO-neutrale Verbrennung – Neuer Ausstellungs-Pavillon


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Den Überblick behalten: Geschäftsführer Folkmar Ukena mit der „Ledatronic“, durch die die Verbrennung im Ofen geregelt wird.Fertig: Lackiert kommt das Produkt am anderen Ende heraus. BILD: BILD: Tanja MikulskiTanja Mikulski  Bild vergrößern

Der Betrieb besteht seit 1873 in Leer. 20 000 Heizgeräte werden pro Jahr nach ganz Europa verkauft.

von Tanja Mikulski

Leer - 375 Grad Celsius zeigt das Display der „Ledatronic“ an, die durch eine Reglereinheit mit dem Kamin verbunden ist. Durch die elektronische Steuerung kann die Verbrennung im Ofen geregelt werden. Das ermöglicht einerseits eine schadstoffarme Verbrennung durch die kontinuierliche Anpassung der Verbrennungsluftzufuhr an die Abbrennsituation. Andererseits wird unter anderem durch das korrekte Schließen der Luftzufuhr am Ende des Abbrandes Energie gespart.

Das Leda Werk beschäftigt sich seit dem Jahre 1873 mit der Erstellung von Öfen aus Guss (Heiztechnik) sowie mit Industrieguss. „Wir wollen das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden“, sagt Geschäftsführer Folkmar Ukena. Denn ein Feuer ist nicht nur romantisch, sondern auch umweltfreundlich. Ukena: „Die Umweltdiskussion ist ein großes Thema. Holz zum Beispiel verbrennt CO-neutral.“ Beim Heizen werde nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen habe. Genau die gleiche Menge würde auch bei der Verrottung im Wald freigesetzt werden. „Durch das Heizen mit Holz kann daher die CO-Bilanz deutlich verbessert werden“, sagt Ukena. Das Gleiche gelte beim Heizen mit Pellets, da auch sie aus Holz bestehen.

Durch Öfen und Kamine mit Warmwassertechnik könne der Energiebedarf eines Hauses zu einem hohen Anteil gedeckt werden. Dabei fließt ein Teil der erzeugten Energie durch den Ofen in den Combispeicher und übernimmt zum Beispiel das Beheizen anderer Räume.

Kaminöfen und Kamine mit Gastechnik gehören ebenfalls zu den Produkten des Leda Werks. Per Fernbedienung kann das Gasgerät geregelt werden.

20 000 Heizgeräte verkauft das Leda Werk pro Jahr. Exportiert wird europaweit. Die Exportquote liegt bei 54 Prozent. Ukena: „In Folge der Wirtschaftskrise wollen viele Kunden das Geld in ihren eigenen vier Wänden einsetzen und sich somit auf Störungen im Energiesektor sowie auf Preissteigerungen vorbereiten.“

Das Betriebsgelände des Unternehmens umfasst insgesamt 33 500 Quadratmeter. 173 Mitarbeiter sind im Leda Werk angestellt. Auch sind vor kurzem drei neue Auszubildende dazu gekommen. Insgesamt verfügt das Unternehmen über zehn Azubis.

Um die Arbeitsplatzsituation im Leda Werk weiter optimieren zu können, investiert das Unternehmen in neue Gerätschaften. Im vergangenen Jahr wurden zwei Entstaubungsanlagen für eine Million Euro angeschafft. Seit den Sommerferien verfügt das Leda Werk über eine große Lackieranlage im Wert von einer halben Million Euro. Der gleiche Betrag wird in einen Ausstellungs-Pavillon von 200 Quadratmetern investiert.

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Das Leda Werk verfügt über Formautomaten und eine Handformerei im Bereich Gießerei. In der Montageabteilung werden die Elemente zu den Heizgeräten zusammengebaut.

Eine große Lackiererei sorgt für die Lackierung der Öfen.






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