WILDESHAUSEN, 4. Oktober 2011


Stahlriesen sorgen für ebene Straßen

Atlas Weyhausen Unternehmen fertigt Radlader und Walzenzüge – Volle Auftragsbücher


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Wartet auf seinen Einsatz: Ein fertiger Walzzug steht in der Produktionshalle bei Atlas Weyhausen. BILDER (2): Tanja Mikulski  Bild vergrößern

Weltweit verfügt der Familienbetrieb über 80 Händler. Zwischen 1500 und 1600 Radlader und Walzen werden dieses Jahr verkauft.

von Tanja Mikulski

Wildeshausen - Mit Dienstgewichten von 2400 bis 14 000 Kilogramm stehen die Verdichtungsgeräte in der Produktionshalle und warten auf ihren Einsatz. Die Rede ist von Vibrationswalzenzügen, die die Atlas Weyhausen GmbH neben den orangefarbigen Radladern in Wildeshausen herstellt. Eingesetzt werden die Maschinen beim Bau von Verkehrswegen, Industriegebieten oder beim Damm- und Deichbau.

Seit 1971 stellt das Unternehmen Radlader her, 2005 kamen die Walzenzüge hinzu, die komplett in Wildeshausen konstruiert und gefertigt werden. Gegründet wurde das Unternehmen von Dr. Friedrich Weyhausen.

Nach seinem Tod im Jahre 2009 übernahm die Dr. Friedrich Weyhausen Stiftung die Gesellschaftsanteile des Unternehmens, gleichzeitig erfolgte auf Wunsch von Dr. Weyhausen die Umfirmierung in die „Atlas Weyhausen GmbH“. „Wir sind ein reiner Familienbetrieb, der gesellschaftsrechtlich und finanziell unabhängig ist“, sagt Helmut Lorch, der zusammen mit Klaus Brunkhorst die Geschäfte führt.

Seit 1993 verfügt die Atlas Weyhausen GmbH über ein Stahlbauunternehmen in Ungarn. Dort werden die Stahlbaukomponenten für die Fertigung in Deutschland hergestellt. In Wildeshausen erfolgt die Montage und Entwicklung der Fertigprodukte. Abnehmer für die Geräte aus Wildeshausen sind die Bauindustrie, der Garten- und Landschaftsbau, die Abfallwirtschaft und Landwirtschaft. „Unsere Maschinen werden auch im Kommunalbereich eingesetzt, um im Winter zum Beispiel Salz zu verladen“, sagt Helmut Lorch. Weltweit verfügt das Unternehmen über 80 Händler. Der Absatzschwerpunkt liegt in Deutschland und Europa. „Wir haben aber auch Händler in Südafrika, im Mittleren Osten und in den USA“, erklärt Helmut Lorch.

192 Mitarbeiter arbeiten in Wildeshausen, 204 im Unternehmen in Ungarn. „Der Fachkräftemangel ist bei uns kein großes Thema, da wir auch selber ausbilden. Die Quote liegt bei deutlich über zehn Prozent“, sagt Klaus Brunkhorst. „Im Bereich Technik fehlen uns jedoch Fachkräfte, aber sonst sind wir sehr gut aufgestellt.“ Im kommenden Jahr werde Atlas Weyhausen auch wieder im gewerblichen und kaufmännischen Bereich ausbilden. Eventuell wird das Unternehmen dann zusätzlich ein Duales Studium im Bereich Technik anbieten.

Die Auftragslage sei derzeit sehr gut. Nach der Wirtschaftskrise 2008/2009 habe sich die Atlas Weyhausen GmbH schnell wieder erholt. Brunkhorst: „Unsere Auftragsbücher sind voll und wir gehen zuversichtlich in das nächste Jahr.“ Helmut Lorch fügt hinzu: „Die Stimmung am Markt ist derzeit generell gut.“ Zwischen 1500 und 1600 Maschinen verkauft die Atlas Weyhausen GmbH in diesem Jahr. Häufig werde sie mit dem Bagger- und Kranhersteller Atlas Maschinen GmbH in einen Topf geworfen. „Wir verkaufen zwar unsere Produkte unter dem gleichen Markennamen, waren aber schon immer eigenständig und unabhängig“, betont Helmut Lorch.

In mehreren Schritten werden die Radlader auf einer Montagestraße zusammengebaut.

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Das lackierte Chassis sowie das Hubgerüst kommen aus Ungarn. Das Chassis setzt sich aus einem Vorder- und Hinterrahmen zusammen, das Knickpendelgelenk verbindet sie miteinander.

Achsen und Gegengewicht werden danach montiert, der Motor und die Hydraulikaggregate eingebaut. Es folgen Tanks für Diesel und Hydrauliköl. Montiert werden nach und nach auch Kabine, Hubgerüst und die Hydraulikzylinder. Dann werden noch Kotflügel, Motorhaube und Räder angebracht.

Zum Schluss kontrollieren Mitarbeiter noch einmal die Maschine.






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