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Kleiner Teich eine tödliche Falle

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Tiere:
Kleiner Teich eine tödliche Falle

Um sich vor Frost im Winter zu schützen, haben Frösche als Überlebensstrategie unterschiedliche Methoden gewählt. Während viele Arten an Land, geschützt unter Steinen und Laub oder in Erdhöhlen die kalte Jahreszeit verbringen, leben andere ganzjährig im und am Teich und graben sich über Winter im Schlamm ein.

Da naturnahe Gartenteiche über geräumige Flachwasserzonen verfügen, finden viele Teichbesitzer im Frühjahr tote Frösche vor. Der Grund liegt in den starken Minusgraden im Januar und Februar, die für eine dicke Eisschicht auf den Gewässern sorgen. Frösche, die sich im Schlamm der Teiche eingraben, erfrieren, falls sie nicht in tieferen, frostfreien Zonen überwintern. Ein Teich benötigt an seiner tiefsten Stelle mindestens 80 cm Wasser, um nicht total durchzufrieren. Kleine Teiche verfügen zwar häufig über diese notwendige Tiefwasserstelle, sie sind aber oft nur ein bis zwei Quadratmeter groß. Frösche, die sich im Teich weiter oberhalb eingraben, sterben dann meistens ab.

Um das zu verhindern, brauchen nur einige wenige Vorkehrungen getroffen zu werden. Kleine Wasserlöcher von ein bis zwei Quadratmetern werden im Spätherbst einfach mit Brettern abgedeckt und zusätzlich mit Laub geschützt. In frostfreien Perioden im Winter ist ein Lüften aber dringend erforderlich. Bei größeren Teichen legt man rechtzeitig vor den ersten Frösten auf die Wasseroberfläche einen kleinen Holzrahmen, der mit einer Styroporplatte ausgefüllt ist.

Nach der Bildung einer Eisdecke von gut einem Zentimeter entfernt man die Styroporplatte. An dieser Stelle ist das Wasser dann nicht gefroren, und man kann problemlos solange Wasser entnehmen, bis sich unter der Eisdecke des Teiches eine Luftschicht von gut fünf Zentimetern bildet; anschließend wird der Rahmen wieder verschlossen.

Diese abgeschlossene Luftschicht ist eine optimale Isolation und verhindert in der Regel schon ein Durchfrieren auch kleinerer Teiche, selbst wenn sich eine zweite Eisschicht unter der Luftblase bildet. Im Handel gibt es ferner Geräte zu kaufen, die ein Durchfrieren verhindern sowie für eine Belüftung sorgen.

Hat man es aber vor den ersten Frösten versäumt, eine Öffnung zur Wasserentnahme einzurichten, so sollte man das Eis nicht einfach aufhacken. Die Schwingungen der Schläge setzen sich im Wasser fort und schädigen die Tierwelt. Im schlimmsten Fall platzen die Schwimmblasen der Tiere, die dann absterben.

Mit solch geringem Aufwand gelingt es, die Frösche ohne Ausfälle überwintern zu lassen; größere Teiche benötigen diesen Schutz kaum, da sie über genügend große Tiefwasserbereiche verfügen.