02.03.2012

Drogen
Polizei-Inspektion warnt vor giftigen Blumen-Joints

Diebe haben in Hooksiel Hortensien-Blüten gestohlen – Vergiftungen können zum Tod führen

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WILHELMSHAVEN Die Polizei-Inspektion Wilhelmshaven warnt vor Hortensien-Dieben. Und sie warnt die Diebe. Es ist nicht auszuschließen, dass die Täter Teile der Pflanzen als Droge nutzen wollen – mit immensen Gefahren für ihre eigene Gesundheit.

Wie die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland bestätigte, sind in den vergangenen Tagen von einem Privatgrundstück in Hooksiel fünf Blütenknospen von Hortensien gestohlen worden. Sachschaden: rund zehn Euro.

Seit Jahren hält sich in der Drogen-Szene das Gerücht, Hortensien würden eine rauschartige Wirkung ähnlich der von Haschisch oder Marihuana entfalten. Dafür gebe es jedoch bestenfalls ganz vereinzelte Belege, sagte Klaus-Rüdiger Harms, Pressesprecher der Polizeiinspektion. Weit gravierender sei die Gesundheitsgefährdung.

„Beim Rauchen von Hortensien entsteht Blausäure, die schwere Vergiftungen auslösen und schlimmstenfalls zum Tod führen kann“, sagt Harms. Die Polizei warnt daher eindringlich vor dem Konsum von Hortensien.

Blumen-Joints und andere Naturdrogen gelten fälschlicherweise als harmlos, weil es sich ja um „rein pflanzliche“ Produkte handle. Die Vergiftungs-Gefahr wird völlig außer Acht gelassen.

Der Hooksieler Blüten-Diebstahl ist aktuell der einzige, der bei der Polizei angezeigt wurde. Der letzte Hortensien-Klau im Inspektionsbereich liege mehr als ein Jahr zurück, sagte Harms. Eine gewisse Dunkelziffer ist aber nicht auszuschließen. Längst nicht alle Gärtner zeigen entsprechende Diebstähle an. In der Vergangenheit waren im Land immer wieder mal regelrechte Diebstahl-Serien von Hortensien registriert worden.

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